DKB, ING oder Consorsbank? ETF-Sparplan bei der Hausbank
DKB, ING oder Consorsbank fuer den ETF-Sparplan? Wir vergleichen Kosten, ETF-Auswahl und Konditionen der drei Direktbanken mit konkreten Rechenbeispielen.

DKB, ING oder Consorsbank? ETF-Sparplan bei der Hausbank
Du überlegst, einen ETF-Sparplan direkt bei deiner Hausbank zu starten, und fragst dich: Lohnt sich das überhaupt – oder sind Neobroker wie Trade Republic immer besser? Gute Frage. Denn DKB, ING und Consorsbank bieten inzwischen solide ETF-Sparpläne an, die sich für viele Anleger wirklich rechnen – vor allem wenn du sowieso schon Kunde bist und alles auf einem Blick sehen möchtest.
In diesem Artikel schauen wir uns an, was DKB, ING und Consorsbank im Detail bieten: Kosten, ETF-Auswahl, Mindestsparbeträge, Flexibilität und konkrete Rechenbeispiele. Damit du weißt, wo du nach 20 oder 30 Jahren wirklich stehst – und welche Bank zu deiner Situation passt.
Was DKB, ING und Consorsbank gemeinsam haben – und was sie unterscheidet
Alle drei sind klassische Direktbanken ohne Filialnetz, keine Neobroker. Das bedeutet: Du bekommst ein vollständiges Girokonto, Kreditkarte, Tagesgeld und Depot unter einem Dach. Für viele Sparer ist das attraktiv – ein Login, eine Übersicht, kein Jonglieren mit verschiedenen Apps.
Was alle drei gemeinsam haben: - Kostenlose Depotführung (unter bestimmten Bedingungen) - ETF-Sparpläne auf bekannte Indizes (MSCI World, FTSE All-World, S&P 500) - Automatische monatliche Ausführung - Keine Ausgabeaufschläge auf ETFs - Regulierter Bankbetrieb mit gesetzlicher Einlagensicherung
Der Unterschied liegt im Detail: Ausführungskosten, Mindestsparbetrag und verfügbare ETF-Auswahl variieren teils erheblich. Außerdem unterscheiden sie sich in der Benutzeroberfläche, dem Kundenservice und zusätzlichen Anlageoptionen wie Tagesgeld oder Festgeld.
Eines vorab: Wer ausschließlich einen ETF-Sparplan will und nichts weiter, findet bei Neobrokern wie Trade Republic oder Scalable Capital ebenbürtige Konditionen zu teils noch günstigeren Gebühren. Aber wer Wert auf eine vollständige Bankbeziehung legt – und damit alles in einer App oder auf einer Website sehen will – ist bei den drei klassischen Direktbanken gut aufgehoben.
ING: Der Klassiker mit breiter ETF-Auswahl
Die ING ist mit über 9 Millionen Kunden in Deutschland eine der bekanntesten Direktbanken. Ursprünglich als ING-DiBa gestartet, hat sie sich in den letzten Jahren zur modernen Vollbank entwickelt. Ihr ETF-Sparplan-Angebot hat sich dabei kontinuierlich verbessert.
Was die ING bietet: - ETF-Sparplan ab 1 € pro Monat - Über 800 ETFs im Sparplan ausführbar - Ausführungsgebühr: 0 € – komplett kostenlos für alle Sparpläne - Depotführung: kostenlos ohne Mindestaktivität - Ausführungszeitpunkte: 1., 15. oder letzter Werktag des Monats wählbar - Einmalanlage ab 100 € in ETFs möglich - Keine versteckten Kontoführungsgebühren
Die ING hat den niedrigsten Mindestbetrag der drei Banken – technisch ab 1 € pro Monat. Praktisch ist das natürlich meist nicht sinnvoll, zeigt aber wie niedrigschwellig der Einstieg gestaltet ist. Realistische Sparpläne starten bei 25–50 € pro Monat.
Beliebte ETFs bei der ING: - iShares Core MSCI World (ISIN: IE00B4L5Y983, TER: 0,20%) - Vanguard FTSE All-World Acc – VWCE (ISIN: IE00BK5BQT80, TER: 0,22%) - iShares Core S&P 500 (ISIN: IE00B5BMR087, TER: 0,07%) - Xtrackers MSCI World (ISIN: IE00BJ0KDQ92, TER: 0,12%) - iShares MSCI ACWI (ISIN: IE00B6R52259, TER: 0,20%)
Die App der ING ist klar strukturiert und nicht überladen. Der Kundenservice ist telefonisch gut erreichbar – kein Luxus, aber zuverlässig. Wer Wert auf eine große ETF-Auswahl und absolute Kostenfreiheit legt und dabei nicht viel Erfahrung mitbringt, ist bei der ING optimal aufgehoben.
Ein kleiner Nachteil: Die ING bietet keine Fractional Shares – du kaufst immer ganze ETF-Anteile. Bei teureren ETFs wie dem Amundi Prime All Country World (Kurs über 100 €) kann das dazu führen, dass deine 50 €-Rate manchmal nur einen Anteil kauft und etwas Cash liegen bleibt. Das ist kein Drama, aber ein Punkt, den Neobroker besser gelöst haben.
DKB: Kostenlose Sparpläne und die größte ETF-Auswahl
Die DKB (Deutsche Kreditbank) ist vor allem für ihr beliebtes Girokonto mit kostenloser Visa-Karte bekannt. Sie hat über 5 Millionen Kunden und in den letzten Jahren auch ihr ETF-Sparplan-Angebot erheblich ausgebaut.
Was die DKB bietet: - ETF-Sparplan ab 25 € pro Monat - Über 900 ETFs im Sparplan ausführbar - Ausführungsgebühr: 0 € für alle ETF-Sparpläne - Depotführung: kostenlos - Ausführungszeitpunkte: monatlich, quartalsweise oder halbjährlich wählbar - Handel über Partnerbanken (Solaris Bank) - Auch Wertpapier-Einzelkäufe ab 1,50 € Ordergebühr möglich
Die DKB bietet die größte ETF-Auswahl im Sparplan der drei Kandidaten – über 900 ETFs. Das deckt von klassischen Welt-ETFs über Themen-ETFs (z.B. Clean Energy, Healthcare) bis hin zu Anleihen-ETFs und Rohstoff-ETFs nahezu alles ab. Wer ein komplexeres Portfolio aufbauen will, findet hier mehr Auswahl als bei der Konkurrenz.
Beliebte ETFs bei der DKB: - Amundi MSCI World (ISIN: IE000BI8OT95, TER: 0,10%) – günstigste Option - Vanguard FTSE All-World Acc – VWCE (ISIN: IE00BK5BQT80, TER: 0,22%) - iShares Core MSCI EM IMI (ISIN: IE00B4L5YC18, TER: 0,18%) - iShares Core MSCI World (ISIN: IE00B4L5Y983, TER: 0,20%) - iShares MSCI ACWI (ISIN: IE00B6R52259, TER: 0,20%)
Der Mindestbetrag von 25 € ist etwas höher als bei der ING, für die meisten Sparer aber kein Hindernis. Die quartalsweise Ausführungsoption ist eine nützliche Besonderheit – sinnvoll für Anleger, die die Order-Kosten auf das Gesamtjahr verteilen oder einfach weniger häufig schauen wollen.
Ein kleiner Nachteil: Die DKB betreibt den Wertpapierhandel über die Solaris Bank, was bei manchen Nutzern zu einer etwas umständlicheren Benutzeroberfläche führt. Für reine Sparplan-Kunden ist das aber kaum relevant – die Ausführung läuft automatisch im Hintergrund.
Consorsbank: Breites Angebot mit Aktionssparplänen
Die Consorsbank ist eine Tochtergesellschaft der BNP Paribas und positioniert sich als Bank für aktivere Anleger. Das macht sie zur interessantesten Option für ETF-Sparer, die auch Einzelaktien, Anleihen oder aktive Fonds im Blick haben.
Was die Consorsbank bietet: - ETF-Sparplan ab 10 € pro Monat - Über 530 ETFs im Aktionssparplan kostenlos ausführbar - Weitere ETFs mit 1,5 % der Sparrate (mind. 1,50 €, max. 19,90 € pro Jahr) - Depotführung: kostenlos mit aktivem Sparplan oder Wertpapierkauf pro Quartal - Ausführungszeitpunkte: monatlich, quartalsweise, halbjährlich oder jährlich - Gute Research-Plattform, Kurscharts, Analystenmeinungen - Auch CFD- und Optionsscheinhandel möglich
Wichtig: Bei der Consorsbank ist nicht jeder ETF automatisch kostenlos. Die sogenannten „Aktionssparpläne" umfassen über 530 ETFs – darunter die meisten populären Welt-ETFs – und werden ohne Ausführungsgebühr abgewickelt. ETFs außerhalb dieser Liste kosten 1,5 % der Sparrate.
Bevor du einen Sparplan einrichtest, solltest du also prüfen, ob dein gewünschter ETF im kostenlosen Programm enthalten ist. Bei MSCI World, FTSE All-World und S&P 500 ist das fast immer der Fall.
Beliebte ETFs im Aktionssparplan: - iShares Core MSCI World (ISIN: IE00B4L5Y983, TER: 0,20%) - Vanguard FTSE All-World Acc – VWCE (ISIN: IE00BK5BQT80, TER: 0,22%) - Xtrackers MSCI World (ISIN: IE00BJ0KDQ92, TER: 0,12%) - iShares Core S&P 500 (ISIN: IE00B5BMR087, TER: 0,07%)
Ein kleiner Nachteil: Die Depotführung ist nur kostenlos, wenn du mindestens einen Sparplan aktiv hast oder pro Quartal einen Wertpapierkauf tätigst. Wer sein Depot komplett pausiert, zahlt 3,95 € pro Monat Depotgebühr. Das ist nichts Dramatisches, aber ein Punkt zum Merken.
Kosten direkt verglichen: Was bleibt wirklich im Depot?
Bei Direktbanken ist die Ausführungsgebühr der entscheidende Kostenfaktor für Sparplan-Anleger. Auf lange Sicht summiert sich selbst ein kleiner Kostenunterschied auf vierstellige Beträge.
| Kriterium | ING | DKB | Consorsbank |
|---|---|---|---|
| Mindestsparbetrag | 1 € | 25 € | 10 € |
| Ausführungsgebühr (kostenlose ETFs) | 0 € | 0 € | 0 € |
| Ausführungsgebühr (andere ETFs) | 0 € | 0 € | 1,5 % der Sparrate |
| Depotführung | kostenlos | kostenlos | kostenlos (mit Aktivität) |
| ETFs im kostenlosen Sparplan | ~800 | ~900 | ~530 |
| Ausführungszeitpunkte | 3 Optionen | 3 Optionen | 4 Optionen |
| Fractional Shares | Nein | Nein | Nein |
| Research-Plattform | einfach | einfach | umfangreich |
Fazit zur Kostenstruktur: ING und DKB sind beim Standardfall identisch – beide 0 € Ausführungsgebühr auf alle ETF-Sparpläne. Die Consorsbank ist ebenfalls kostenlos, solange du einen der 530+ Partner-ETFs wählst. Für die meisten Anleger mit einem klassischen MSCI-World- oder FTSE-All-World-Sparplan macht das keinen Unterschied.
Konkretes Rechenbeispiel: 200 € pro Monat, 30 Jahre
Angenommen, du investierst monatlich 200 € in einen MSCI World ETF mit einer historisch realistischen Rendite von 8 % p.a. Was ergibt sich nach 30 Jahren?
Berechnung (monatliches Compounding, nachschüssig): - Monatliche Rendite: (1 + 0,08)^(1/12) − 1 ≈ 0,6434 % - Einzahlungen gesamt: 200 € × 360 Monate = 72.000 € - Endkapital nach 30 Jahren: ca. 298.000 € - Gewinn durch Zinseszins: ca. 226.000 €
Die historische Durchschnittsrendite für einen MSCI-World-Sparplan über 30 Jahre lag bei Ø 7,9 % p.a. (Renditedreieck extraETF/DAI, Stand 2025). 8 % ist also keine übertriebene Annahme – sondern ein konservativer Mittelwert.
Du kannst dieses Szenario direkt mit unserem ETF-Sparplan-Rechner durchrechnen – mit deinen eigenen Werten für Sparrate, Laufzeit und Renditeerwartung. Der Rechner arbeitet immer mit monatlichem Compounding, wie es in der Realität passiert.
Was bedeutet das für die Bankwahl?
Nehmen wir an, du sparst bei der Consorsbank in einem ETF außerhalb des kostenlosen Programms und zahlst 1,5 % Gebühr auf 200 € = 3 € pro Monat.
Investierst du diese 3 € stattdessen, ergibt sich über 30 Jahre bei 8 % p.a. ein Mehrwert von ca. 4.500 €. Das klingt nach wenig – ist aber Geld, das dir einfach so verloren geht. Deswegen: Immer prüfen, ob dein gewünschter ETF im kostenlosen Programm enthalten ist.
Vorabpauschale 2026: Was du bei thesaurierenden ETFs wissen musst
Seit der Reform der Investmentbesteuerung 2018 gibt es die Vorabpauschale – eine jährliche Mindestbesteuerung auf thesaurierende ETFs, auch wenn du keine Gewinne realisiert hast.
Die Formel für 2026: - Basiszins 2026: 3,20 % (nicht 2,0 %, nicht 2,55 % – das sind Vorjahreswerte) - Basisertrag = Fondswert zu Jahresanfang × 0,70 × 3,20 % - Vorabpauschale = min(Basisertrag, tatsächlicher Wertzuwachs)
Für Aktien-ETFs gilt die Teilfreistellung: 30 % der Vorabpauschale sind steuerfrei. Auf den verbleibenden Anteil fällt Kapitalertragsteuer von 26,375 % (25 % + 5,5 % Solidaritätszuschlag) an. Der effektive Steuersatz auf Aktien-ETF-Erträge beträgt damit ca. 18,46 %.
Dein Sparerpauschbetrag von 1.000 € (seit 2023 erhöht – nicht mehr 801 €) wird zuerst mit der Vorabpauschale verrechnet. In den ersten Jahren deines Sparplans bleibt die Vorabpauschale oft unter 1.000 € – du zahlst also keine Steuern.
Wichtig: DKB, ING und Consorsbank führen die Vorabpauschale automatisch ab, sofern du einen Freistellungsauftrag erteilt hast. Das läuft im Hintergrund – du musst nichts manuell tun.
Flexibilität: Sparplan pausieren, anpassen, kündigen
Ein oft unterschätzter Punkt: Wie einfach ist es, den Sparplan im Alltag anzupassen?
ING: - Sparplan jederzeit online pausierbar und anpassbar - Einmalzahlungen in ETFs zusätzlich möglich (ab 100 €) - Kündigung des Sparplans ohne Fristen oder Gebühren - Änderungen bis wenige Tage vor Ausführung möglich
DKB: - Sparrate jederzeit online änderbar - Quartalsweise oder halbjährliche Ausführung als zusätzliche Option - Wertpapierhandel über Partnerbank Solaris – der Kauf-Interface ist etwas separater - Kündigung ohne Gebühren
Consorsbank: - Vier Ausführungsintervalle (monatlich bis jährlich) – mehr Flexibilität - Gut geeignet für Anleger, die auch aktiv handeln wollen - Einzelkauf und Sparplan gleichzeitig möglich - Research-Plattform mit Kurscharts, Analysten-Ratings, Unternehmensberichten
Alle drei Banken erlauben die Pausierung und Kündigung ohne versteckte Gebühren. Das ist wichtig: Wenn sich deine finanzielle Situation ändert – Elternzeit, Jobwechsel, große Ausgabe – kannst du den Sparplan problemlos unterbrechen.
Für wen eignet sich welche Bank?
ING – die beste Wahl für Einsteiger
Wenn du einfach starten willst, ist die ING die unkomplizierteste Option: niedrigster Mindestbetrag, kostenlose Ausführung auf alle ETFs, übersichtliche App. Du kannst buchstäblich morgen beginnen, ohne viel nachzudenken.
Ideal für: Sparplan-Einsteiger, Minimalisten, alle, die bereits ein ING-Girokonto haben und alles aus einer Hand wollen.
DKB – beste Wahl für ETF-Vielfalt
Wenn du auch spezialisiertere ETFs besparen willst – Themen-ETFs, Anleihen-ETFs, Schwellenländer-Subregionen – bietet die DKB mit über 900 Sparplänen die größte Auswahl. Kostenlos, solide, zuverlässig. Das kostenlose Girokonto mit Visa-Karte ist ein nettes Bonus.
Ideal für: Erfahrene Anleger mit komplexerem Portfolio, DKB-Girokonto-Inhaber, Anleger die quartalsweise Ausführungen bevorzugen.
Consorsbank – beste Wahl für aktive Anleger
Die Consorsbank punktet bei Anlegern, die neben dem ETF-Sparplan auch aktiv Einzelaktien, Anleihen oder Optionsscheine handeln. Die Research-Plattform ist deutlich umfangreicher als bei ING und DKB.
Ideal für: Anleger, die mehr als nur Sparpläne wollen, aktive Trader mit ETF-Sparplan als Langfristbasis, Anleger, die Wert auf fundierte Kursanalyse legen.
Depot eröffnen: Was du beachten solltest
Egal für welche Bank du dich entscheidest – beim Depoteröffnungsprozess gibt es ein paar Dinge zu beachten:
-
Freistellungsauftrag sofort einrichten: Ohne Freistellungsauftrag werden Kapitalerträge sofort und vollständig besteuert. Richte ihn direkt bei der Kontoeröffnung ein – bis zu 1.000 € pro Jahr (Einzelperson) sind steuerfrei.
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Steuer-ID angeben: Alle Banken sind verpflichtet, deine Steueridentifikationsnummer zu hinterlegen. Ohne sie wird Kapitalertragsteuer ohne Freistellungsauftrag einbehalten.
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ETF-Vorauswahl prüfen: Schau vorab, ob dein Wunsch-ETF im kostenlosen Sparplan enthalten ist (besonders relevant bei der Consorsbank). Nutze dafür die Sparplan-Suche auf der jeweiligen Bankenwebsite.
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Sparplan-Startdatum wählen: ING bietet drei Ausführungstermine – 1., 15. oder letzter Werktag. Bei DKB und Consorsbank gibt es ähnliche Flexibilität. Wähle ein Datum, an dem das Gehalt bereits auf dem Konto ist.
FAQ: Häufige Fragen zu ETF-Sparplänen bei Direktbanken
Ist ein ETF-Sparplan bei der Hausbank sicher? Ja. DKB, ING und Consorsbank sind regulierte Kreditinstitute. ETFs im Depot sind Sondervermögen – sie sind bei einer Insolvenz der Bank rechtlich geschützt und nicht Teil der Insolvenzmasse.
Kann ich bei mehreren Banken gleichzeitig einen ETF-Sparplan haben? Ja, das ist problemlos möglich. Manche Anleger nutzen DKB oder ING für den Hauptsparplan und einen Neobroker für kleinere Experimente. Steuerlich werden alle Depots separat abgerechnet.
Was passiert mit meinem Sparplan, wenn ich die Bank wechsle? Du kannst dein Depot kostenlos übertragen (Depotübertrag). Die meisten Banken bieten das kostenlos an – du behältst alle ETF-Positionen inklusive Anschaffungskosten und Kaufdaten.
Zahle ich Steuern auf ETF-Gewinne automatisch? Ja. Bei deutschen Brokern wird die Kapitalertragsteuer (26,375 %) automatisch abgeführt, sofern dein Freistellungsauftrag ausgeschöpft ist. Vorabpauschale, Ausschüttungssteuer und Veräußerungsgewinne werden von der Bank direkt ans Finanzamt gemeldet.
Welcher ETF ist am besten für einen Sparplan geeignet? Für Einsteiger: ein breit diversifizierter Welt-ETF wie der VWCE (ISIN: IE00BK5BQT80, TER: 0,22 %) oder der günstigere Amundi MSCI World (ISIN: IE000BI8OT95, TER: 0,10 %). Beide sind bei allen drei Banken besparbarte.
Ist die DKB besser als die ING? Für Standardsparer mit einem MSCI-World-ETF: kaum Unterschied. Mehr ETF-Auswahl bietet die DKB, niedrigerer Mindestbetrag die ING. Beide sind 0 € Ausführungsgebühr.
Lohnt sich die Consorsbank gegenüber Neobrokern? Wenn du nur einen ETF-Sparplan willst, sind Neobroker wie Trade Republic mindestens gleichwertig. Die Consorsbank lohnt sich, wenn du die vollständige Bankfunktion (Girokonto, Tagesgeld, Einzelhandel, Research) brauchst.
Fazit: Alle drei sind gut – der Unterschied liegt im Detail
DKB, ING und Consorsbank bieten alle solide ETF-Sparpläne ohne versteckte Kosten. Für den typischen Langzeitanleger, der monatlich 100–300 € in einen MSCI World oder FTSE All-World ETF investiert, sind alle drei Optionen empfehlenswert.
Die kurze Entscheidungshilfe: - ING → Einsteiger, niedrigster Mindestbetrag (ab 1 €), große ETF-Auswahl, 0 € Gebühr - DKB → maximale ETF-Vielfalt (900+ Sparpläne), 0 € Gebühr, ab 25 € - Consorsbank → aktive Anleger mit Bedarf an Research, Einzelhandel und Analytik
Was am Ende wirklich zählt: Fang an. Ein perfekter Sparplan irgendwann schlägt keinen Sparplan heute um Jahre. Nutze unseren ETF-Sparplan-Rechner, um dein persönliches Wachstumsszenario durchzurechnen – mit deiner Sparrate, deiner Laufzeit und deiner Renditeerwartung. Alles in einer Eingabemaske, keine Registrierung nötig.
Disclaimer: Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informations- und Bildungszwecken und stellt keine Anlageberatung, Steuerberatung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Alle Berechnungen und Beispiele sind hypothetischer Natur und basieren auf vereinfachten Annahmen. Vergangene Renditen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. Bitte konsultiere einen zugelassenen Finanz- oder Steuerberater für individuelle Entscheidungen.
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