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MSCI World vs. FTSE All-World: Welcher ETF ist wirklich besser?

MSCI World oder FTSE All-World? Wir vergleichen beide ETFs mit echten Zahlen: Rendite, Kosten, Schwellenländer-Anteil und welcher zu deinem Sparplan passt.

MSCI World vs. FTSE All-World: Welcher ETF ist wirklich besser?

MSCI World vs. FTSE All-World: Welcher ETF ist wirklich besser?

Wenn du anfängst, dich mit ETF-Sparplänen zu beschäftigen, stolperst du unweigerlich über zwei Namen: MSCI World und FTSE All-World. Beide gelten als die klassischen „Weltportfolio"-ETFs, beide werden von fast jedem Finanzblogger empfohlen – und beide landen regelmäßig auf Top-10-Listen für Einsteiger.

Aber welcher ist besser für deinen Sparplan? Ist der Unterschied überhaupt relevant? Und warum gibt es eigentlich zwei so ähnliche Indizes?

In diesem Artikel zeige ich dir genau, wo die Unterschiede liegen, was sie für deine Rendite bedeuten – und welcher ETF zu dir passt. Ich mache das mit echten Zahlen, konkreten Rechenbeispielen und ohne Finanzjargon. Spoiler: Es gibt keine universell „richtige" Antwort. Aber am Ende wirst du wissen, was du kaufst – und warum.


Was ist der MSCI World – und was er eben NICHT ist

Der Name klingt nach „ganzer Welt" – ist es aber nicht. Das ist die größte Quelle der Verwirrung bei ETF-Einsteigern. Der MSCI World umfasst rund 1.400 Unternehmen aus 23 Industrieländern. Er deckt damit etwa 85 % der Marktkapitalisierung dieser Länder ab.

Was fehlt? Schwellenländer (Emerging Markets). China, Indien, Brasilien, Taiwan, Südkorea (nach MSCI-Definition), Mexiko, Saudi-Arabien – komplett außen vor. Das macht einen erheblichen Unterschied, denn diese Länder machen zusammen rund 10–12 % der weltweiten Marktkapitalisierung aus.

Länderverteilung im MSCI World (Stand: Anfang 2026)

Land Anteil
USA ~70 %
Japan ~6 %
Großbritannien ~4 %
Kanada ~3 %
Frankreich ~3 %
Schweiz ~3 %
Deutschland ~2 %
Andere ~9 %

Du siehst: Der MSCI World ist stark USA-lastig. Wenn du in einen MSCI World ETF investierst, investierst du zu rund 70 % in amerikanische Unternehmen – Apple, Microsoft, Nvidia, Amazon, Alphabet, Meta & Co. Das Wort „World" im Namen täuscht: Du kaufst hauptsächlich US-Tech und US-Finanzen.

Das ist keine Kritik – US-Unternehmen sind global tätig und machen Umsatz auf der ganzen Welt. Aber es ist wichtig, dass du weißt, worauf du wettest.


Was ist der FTSE All-World – und was er mehr bietet

Der FTSE All-World ist der Versuch, die gesamte investierbare Welt abzudecken. Er umfasst rund 4.000 Unternehmen aus 50+ Ländern – inklusive Schwellenländer.

Das klingt deutlich breiter – und ist es auch. Aber wie groß ist der Unterschied in der Praxis?

Länderverteilung im FTSE All-World (Stand: Anfang 2026)

Land/Region Anteil
USA ~62–64 %
Japan ~5–6 %
Großbritannien ~3–4 %
China ~3–4 %
Indien ~2–3 %
Taiwan ~2 %
Kanada ~3 %
Andere Schwellenländer ~4 %
Andere Industrieländer ~10 %

Der Schwellenländer-Anteil (China, Indien, Taiwan, Brasilien, Südkorea usw.) macht den Hauptunterschied aus. Der USA-Anteil sinkt dadurch von ~70 % auf ~62–64 %. Klingt wenig, ist aber bei einem großen Depot spürbar.


MSCI World vs. FTSE All-World: Die 6 wichtigsten Unterschiede im Detail

1. Anzahl Länder und Unternehmen

Kriterium MSCI World FTSE All-World
Länder 23 50+
Unternehmen ~1.400 ~4.000
Schwellenländer ❌ Nein ✅ Ja
USA-Anteil ~70 % ~62–64 %
Index-Anbieter MSCI Inc. (USA) FTSE Russell (GB)

Ein wichtiges Detail: MSCI und FTSE sind zwei verschiedene Unternehmen, die Indizes nach eigenen Regeln zusammenstellen. Deshalb unterscheiden sich die Indizes auch bei der Ländereinstufung – mehr dazu beim Thema Südkorea weiter unten.

2. Rendite: Wer hat historisch besser performt?

Historisch (letzte 10–15 Jahre) hat der MSCI World leicht besser abgeschnitten als der FTSE All-World – vor allem weil Schwellenländer in dieser Phase underperformt haben. Der starke US-Markt hat den MSCI World beflügelt, während Chinas Börsenregulierungen und aufkommende geopolitische Spannungen Emerging Markets gebremst haben.

Aber schauen wir uns das mit konkreten Zahlen an. Angenommen, du hast Januar 2011 mit einem Sparplan von 200 € monatlich angefangen:

Index Angenommene Rendite p.a. Endkapital nach 15 Jahren Endkapital nach 25 Jahren
MSCI World ~8,0 % ~69.300 € ~190.000 €
FTSE All-World ~7,5 % ~66.400 € ~175.000 €
Differenz 0,5 % p.a. ~2.900 € ~15.000 €

Jetzt selbst berechnen → – Gib deine Sparrate ein und sieh, wie kleine Zinsunterschiede über Jahrzehnte groß werden.

Wichtig: Das sind historische Näherungswerte. Niemand weiß, ob Schwellenländer die nächsten 15 Jahre wieder underperformen oder aufholen. Viele Analysten erwarten gerade für Indien und Teile Südostasiens starkes Wachstum in den nächsten Jahrzehnten.

3. Kosten (TER) – weniger relevant als du denkst

ETF Typische TER
iShares Core MSCI World (Acc) 0,20 % p.a.
Xtrackers MSCI World (Acc) 0,19 % p.a.
Vanguard FTSE All-World (Acc) 0,22 % p.a.

Der Kostenunterschied ist minimal – 0,02–0,03 Prozentpunkte pro Jahr. Bei 200 € Sparrate sind das etwa 4–6 € pro Jahr. Über 30 Jahre macht das vielleicht 200–300 € Unterschied aus – verglichen mit einem Gesamtdepot von 200.000+ € ist das irrelevant. Lass dich von TER-Vergleichen nicht ablenken.

4. Broker-Verfügbarkeit und Sparplan-Konditionen

Hier hat der MSCI World einen praktischen Vorteil: Er wird von mehr Brokern als Sparplan angeboten, oft mit günstigeren Konditionen.

Broker MSCI World Sparplan ab FTSE All-World Sparplan ab
Trade Republic 1 € 1 €
Scalable Capital 1 € 1 €
ING 1 € 1 €
DKB 25 € 25 €
Comdirect 25 € 25 €

Heute sind beide Indizes bei den großen deutschen Brokern verfügbar. Das war früher ein stärkerer Unterschied – heute kaum noch relevant.

5. Steuerliche Behandlung in Deutschland

Beide ETF-Typen unterliegen der deutschen Abgeltungssteuer von 25 % (+ Solidaritätszuschlag + ggf. Kirchensteuer) auf Gewinne.

Die Teilfreistellung ist für beide identisch: Da es sich um Aktienfonds handelt, sind 30 % der Erträge steuerfrei. Das bedeutet, du zahlst effektiv nur auf 70 % der Gewinne Steuern – sowohl beim MSCI World als auch beim FTSE All-World.

Steuerlich gibt es also keinen Unterschied zwischen beiden. Wichtig ist nur, dass du einen Freistellungsauftrag über 1.000 € (Alleinstehende) bzw. 2.000 € (Paare) bei deinem Broker einrichtest. Bis zu diesem Betrag zahlst du gar keine Steuern auf Kapitalerträge. Mehr dazu in unserem Artikel über den Freistellungsauftrag.

6. Replikationsmethode: Physisch vs. Synthetisch

Beide Indizes werden heute von den großen Anbietern physisch repliziert – die ETF-Anbieter kaufen tatsächlich die enthaltenen Aktien (oder eine repräsentative Auswahl per Sampling bei sehr breiten Indizes). Das macht beide Varianten transparent und risikoarm bezüglich Kontrahentenrisiko.

Beim FTSE All-World mit 4.000 Positionen nutzen Anbieter allerdings stärker Sampling (Stichprobenauswahl) – sie kaufen nicht alle 4.000 Aktien, sondern eine repräsentative Auswahl. Das ist normal und akzeptiert, führt aber zu einem minimalen Tracking Error (Abweichung vom Indexergebnis).


Die Schwellenländer-Frage: Ja oder Nein?

Das ist der eigentliche Kern der Entscheidung. Willst du Schwellenländer dabei haben?

Argumente für Schwellenländer (→ FTSE All-World)

1. Echte Weltdiversifikation Warum „Weltportfolio" kaufen, wenn du fast 30 % der Welt weglässt? Mit dem FTSE All-World bist du nach Marktgewichtung tatsächlich global aufgestellt. Das ist das, was Finanzökonomen mit „passivem Investieren" meinen: Du kaufst den gesamten Markt.

2. Wachstumspotenzial der Schwellenländer Indien hat bereits die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt (nach BIP-Kaufkraftparität). Die Mittelklasse in Asien, Indien und Teilen Afrikas wächst massiv. Langfristig erwarten viele Analysten höheres Wirtschaftswachstum in diesen Regionen als in bereits gesättigten Industriemärkten.

3. Geringere USA-Abhängigkeit 70 % USA bedeutet: Wenn der amerikanische Markt schwächelt – und das wird er irgendwann – leidest du stark. Überbewertete Tech-Aktien, politische Unsicherheiten, ein schwächelnder Dollar – all das betrifft dein Portfolio direkt. Der FTSE All-World diversifiziert das etwas weg.

4. Das „gesamter Markt"-Argument Die klassische Indexfonds-Theorie (Eugene Fama, John Bogle) sagt: Kaufe den gesamten Markt, nicht einen Ausschnitt. Streng genommen ist der FTSE All-World diesem Ideal näher.

Argumente gegen Schwellenländer (→ MSCI World)

1. Höhere Volatilität und stärkere Einbrüche Schwellenländer-Aktien schwanken deutlich stärker. In der Finanzkrise 2008 verloren Emerging Markets ~55–60 %, während der MSCI World „nur" ~45 % verlor. In COVID 2020 ähnliches Bild. Wenn du nachts nicht schlafen kannst, wenn dein Portfolio 40 % im Minus steht, ist mehr Schwellenländer-Anteil nichts für dich.

2. Politisches Risiko und Governance China (~3–4 % im FTSE All-World) ist das größte Einzelrisiko. Regulierungseingriffe wie 2021 (Bildungstechnologie, Fintech, Gaming komplett zerstört), Geopolitik, der ungelöste Taiwan-Konflikt – das sind reale Risiken. Russland war bis 2022 in Schwellenländer-ETFs vertreten und wurde nach der Ukraine-Invasion praktisch auf null abgeschrieben.

3. Historisch schlechtere Performance in der jüngeren Vergangenheit Die letzten 15 Jahre liefen Schwellenländer schlechter als Industrieländer. Hauptgrund: Die Dominanz des US-Tech-Sektors (Microsoft, Apple, Nvidia), die in keinem Schwellenland so aufgestellt ist.

4. Einfachheit und Liquidität Der MSCI World ist der meistgehandelte Aktienindex der Welt. Mehr Liquidität, mehr Anbieter, tiefere Spreads. Als ETF-Einsteiger machst du nichts falsch, wenn du beim bewährtesten Index der Welt bleibst.


Konkrete ETF-Produkte: Was kaufst du wirklich?

MSCI World ETFs (Auswahl für deutsche Anleger)

ETF ISIN TER Replikation Ausschüttung
iShares Core MSCI World IE00B4L5Y983 0,20 % Physisch (Sampling) Thesaurierend
Xtrackers MSCI World IE00BJ0KDQ92 0,19 % Physisch (Sampling) Thesaurierend
HSBC MSCI World IE00B4X9L533 0,15 % Physisch (Sampling) Thesaurierend

FTSE All-World ETFs (Auswahl für deutsche Anleger)

ETF ISIN TER Replikation Ausschüttung
Vanguard FTSE All-World Acc (VWCE) IE00BK5BQT80 0,22 % Physisch (Sampling) Thesaurierend
Vanguard FTSE All-World Dist (VWRL) IE00B3RBWM25 0,22 % Physisch (Sampling) Ausschüttend

Für langfristige Sparpläne empfehle ich grundsätzlich thesaurierend (Acc) – Dividenden werden automatisch reinvestiert, du profitierst maximal vom Zinseszinseffekt und musst nichts manuell tun.

Jetzt berechnen → – Gib die TER deines ETFs ein und sieh, wie sich 0,03 % Kostenunterschied auf dein Endkapital über 30 Jahre auswirkt.


Die „Vanguard-Frage": Warum ist FTSE All-World so populär?

Der Vanguard FTSE All-World ist in der deutschen ETF-Community legendär. Viele kennen ihn einfach als „der Vanguard". Das hat historische und emotionale Gründe:

Vanguard ist eine Genossenschaft – der Fonds gehört seinen Kunden, nicht externen Aktionären. Es gibt also kein Profit-Motiv, das zu höheren Gebühren führen würde. Das schafft Vertrauen.

Vanguard-Philosophie: John Bogle, Gründer von Vanguard, hat das Konzept des passiven Indexfondsanlegens maßgeblich geprägt. „Buy the market, hold forever" – diese Haltung ist tief in der Vanguard-DNA verankert.

Ausschüttende Version sehr beliebt: Der Vanguard FTSE All-World Dist (VWRL) (ISIN: IE00B3RBWM25) schüttet quartalsweise Dividenden aus. Für viele Anleger ist das psychologisch wertvoll – man „sieht" etwas von seiner Investition. Besonders in der FIRE-Community ist das populär.


Die Südkorea-Kontroverse: Ein Index-Kuriosum

Ein oft übersehener Unterschied zwischen MSCI und FTSE betrifft Südkorea:

  • MSCI stuft Südkorea noch als Schwellenland ein → Samsung und Hyundai sind nicht im MSCI World, sondern im MSCI Emerging Markets
  • FTSE stuft Südkorea als Industrieland ein → Samsung und Hyundai sind im FTSE All-World in der Industrieländer-Gruppe

Das führt zur merkwürdigen Situation: Wenn du einen MSCI World ETF kaufst, hast du keine Samsung-Aktien. Kaufst du den FTSE All-World, hast du Samsung. Südkorea macht etwa 1,5–2 % des FTSE Developed/All-World aus.

Für deine Anlageentscheidung ist das marginaler Unterschied – aber interessant zu wissen.


Praktische Empfehlung: Was würde ich tun?

Ich kann dir nicht sagen, welcher ETF besser performt – das weiß niemand. Aber ich kann dir sagen, was die Entscheidung einfach macht:

Einsteiger (erstes Depot, Sparplan unter 500 € monatlich):

→ MSCI World (z.B. iShares Core oder Xtrackers)

Günstigste Kosten, breiteste Broker-Verfügbarkeit, bewährt und liquide. Du kannst später immer noch einen MSCI Emerging Markets ETF (z.B. iShares Core MSCI EM IMI, TER 0,18 %) hinzufügen, wenn du mehr Schwellenländer-Exposure möchtest.

Fortgeschrittene Anleger (wollen es einfach und komplett):

→ Vanguard FTSE All-World (Acc)

Eine Position, echte Weltdiversifikation, kein Rebalancing nötig. Geringfügig teurer, aber dafür wartungsfrei.

Anleger mit Optimierungswillen (aktiver, größeres Depot):

→ MSCI World (70 %) + MSCI Emerging Markets (30 %)

Günstigste Gesamtkosten (~0,19 % + ~0,18 %), flexible Gewichtung, aber du musst einmal jährlich rebalancen. Das kostet Disziplin, aber keine großen Gebühren.

Jetzt berechnen → – Simuliere verschiedene Sparraten und Laufzeiten für dein persönliches Endkapital.


Was du NICHT tun solltest

1. Beide kaufen, weil du dich nicht entscheiden kannst MSCI World + FTSE All-World = fast identische Positionen (~95 % Überlappung), doppelte TER, keine echte Diversifikation. Das macht keinen Sinn.

2. Ständig zwischen den beiden wechseln Heute MSCI World, morgen FTSE All-World weil Schwellenländer gut liefen, übermorgen zurück – das kostet Transaktionsgebühren, möglicherweise Steuern beim Verkauf, und zerstört den Zinseszinseffekt.

3. Die TER überbewerten 0,03 % Unterschied bei 200 € Sparrate = unter 5 € pro Jahr. Das ist kein Entscheidungskriterium.

4. Auf kurzfristige Performance schauen Wenn Schwellenländer gerade gut laufen, zum FTSE All-World wechseln – und wenn nicht, zum MSCI World wechseln – ist klassisches Market Timing. Das geht statistisch gesehen fast immer schief.

5. Zu lange warten Der häufigste Fehler: Monatelang recherchieren und dann gar nicht kaufen. Beide ETFs sind ausgezeichnete Investitionen. Fang an.


FAQ: Die häufigsten Fragen im Vergleich

Ist der MSCI World wirklich „nicht global"?

Formal stimmt das – er enthält keine Schwellenländer. Praktisch gesehen bist du aber trotzdem in global agierende Unternehmen investiert, denn Apple, Microsoft, Nestlé und BMW machen ihren Umsatz weltweit. Du hast also indirektes Emerging-Markets-Exposure. Aber es ist kein direktes Investment in chinesische oder indische Unternehmen.

Kann ich MSCI World und FTSE All-World kombinieren?

Technisch ja, aber sinnlos. Beide Indizes überlappen zu ~95 % bei den Positionen. Du zahlst doppelte Kosten für praktisch keinen Diversifikationsvorteil.

Welchen ETF nehmen die meisten deutschen Privatanleger?

Laut Broker-Statistiken liegt der iShares Core MSCI World auf Platz 1 der beliebtesten Sparplan-ETFs in Deutschland, gefolgt vom Vanguard FTSE All-World. Beide sind extrem verbreitet – du bist in guter Gesellschaft, egal wie du dich entscheidest.

Macht es Sinn, jetzt umzusteigen wenn ich schon einen habe?

Wenn du bereits sparst und glücklich damit bist: Nein. Der Unterschied ist langfristig minimal. Umsteigen bedeutet Transaktionskosten und beim Verkauf möglicherweise Steuern auf realisierte Gewinne. Bleib dabei.

Wie sicher ist der Vanguard FTSE All-World?

Genauso sicher wie jeder andere große Index-ETF. ETFs sind Sondervermögen – bei Insolvenz des Anbieters gehört das Fondsvermögen dir, nicht der Fondsgesellschaft. Es wird nicht als Firmenvermögen gewertet und kann nicht für Schulden verwendet werden. Vanguard als Genossenschaft hat zudem kein klassisches Aktionärs-Gewinnmotiv.

Was ist besser für die Rente – MSCI World oder FTSE All-World?

Für einen 30-Jahres-Sparplan ist der Unterschied vernachlässigbar. Die Höhe deiner Sparrate, die Länge der Laufzeit und ob du dabei bleibst, sind entscheidender als die Indexwahl. Wähle den ETF, den du gut schläfst – und investiere konsequent.


Fazit: MSCI World oder FTSE All-World?

Die ehrliche Antwort: Beide sind ausgezeichnete Entscheidungen. Du kannst mit keinem wirklich falsch liegen – solange du dabei bleibst.

Was den Unterschied macht, ist nicht die Indexwahl, sondern ob du konsequent und langfristig investierst. 200 € monatlich in einen MSCI World ETF über 30 Jahre schlägt fast jede andere Strategie – inklusive teurer aktiver Fonds, häufigem Trading oder Warten auf den „perfekten Einstiegspunkt".

Meine Faustregel in drei Sätzen: - Einfachheit schlägt Optimierung – Nimm den ETF, den du verstehst - Kosten unter 0,25 % – Beide Kandidaten erfüllen das locker - Anfangen ist wichtiger als der perfekte ETF – Der beste ETF ist der, in dem dein Geld tatsächlich arbeitet

Und wenn du wissen willst, wie sich deine Sparrate – egal ob 50, 200 oder 500 € monatlich – über 15, 20 oder 30 Jahre entwickelt:

Jetzt berechnen → – Gib einfach deine Zahlen ein und sieh dein persönliches Ergebnis. Kostenlos, ohne Anmeldung.


Disclaimer: Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Alle genannten Renditen sind historische Näherungswerte und keine Garantie für zukünftige Ergebnisse. ETF-Investitionen unterliegen Marktschwankungen, einschließlich des vollständigen Kapitalverlusts. Bitte informiere dich vor einer Anlageentscheidung umfassend oder ziehe einen Finanzberater hinzu.

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