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Thesaurierend oder ausschüttend? Was für ETF-Sparpläne wirklich besser ist

Thesaurierend oder ausschüttend? Wir erklären den Unterschied, zeigen konkrete Rechenbeispiele und verraten, welche ETF-Variante für Sparpläne besser ist.

Thesaurierend oder ausschüttend? Was für ETF-Sparpläne wirklich besser ist

Thesaurierend oder ausschüttend? Was für ETF-Sparpläne wirklich besser ist

Wenn du deinen ersten ETF auswählst, stolperst du früher oder später über diese Frage: Soll der Fonds Dividenden ausschütten oder automatisch wieder anlegen? Klingt technisch, ist es aber nicht. Dahinter steckt eine handfeste Entscheidung mit echten Auswirkungen auf dein Endkapital — und auf deine Steuerlast.

Die kurze Antwort: Für die meisten Sparer im Sparplan ist thesaurierend die klügere Wahl. Aber es gibt Ausnahmen. Und die Steuerregeln haben sich in den letzten Jahren geändert, sodass der Unterschied kleiner geworden ist als viele denken. Lass mich das aufdröseln.

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Was bedeutet thesaurierend und ausschüttend überhaupt?

Ein ETF hält Tausende von Aktien. Diese Aktien zahlen regelmäßig Dividenden — Gewinnbeteiligungen an die Aktionäre. Die Frage ist: Was macht der ETF mit diesen Dividenden?

Ausschüttend (Distributing): Der ETF überweist dir die Dividenden auf dein Verrechnungskonto. Du siehst das Geld, du kannst es ausgeben oder manuell wieder investieren.

Thesaurierend (Accumulating): Der ETF reinvestiert die Dividenden automatisch. Der Kurswert des ETF steigt entsprechend. Du siehst kein Geld auf dem Konto — aber dein ETF ist mehr wert.

Das klingt zunächst nach persönlicher Präferenz. Aber dahinter steckt Mathematik — und ein bisschen Psychologie.

Wie viel Dividende schüttet ein typischer ETF aus?

Ein MSCI World ETF schüttet je nach Variante zwischen 1,5 % und 2,5 % pro Jahr aus. Bei 10.000 € Depotgröße wären das 150–250 € pro Jahr — also etwa 12–20 € pro Monat. Klingt nach wenig, aber über 20–30 Jahre multipliziert sich das erheblich.

Wichtig zu wissen: Beim thesaurierenden ETF werden diese Dividenden nicht "versteckt". Sie stecken im steigenden Kurs. Der Unterschied liegt nicht im Ertrag, sondern nur darin, wo das Geld landet — bei dir auf dem Konto oder automatisch wieder im ETF.


Der Zinseszinseffekt: Warum automatisches Reinvestieren gewinnt

Stell dir vor, du investierst 300 € pro Monat in einen MSCI World ETF. Die durchschnittliche Dividendenrendite liegt bei etwa 1,8 % pro Jahr.

Bei einem ausschüttenden ETF landest du bei 100.000 € Depot-Wert ungefähr 1.800 € pro Jahr als Ausschüttung auf dem Verrechnungskonto. Wenn du das nicht sofort wieder investierst (was viele nicht tun), liegen diese 1.800 € einfach rum — oft auf einem Konto mit 0 % Zinsen.

Bei einem thesaurierenden ETF passiert das automatisch, sofort, ohne dass du daran denkst. Kein Aufwand, keine Disziplin nötig. Und der Zinseszinseffekt macht über 20–30 Jahre einen spürbaren Unterschied.

Konkretes Rechenbeispiel (300 € / Monat, 30 Jahre)

Angenommene Gesamtrendite: 7 % p.a. (historischer Durchschnitt MSCI World, brutto)

Thesaurierend — alle Erträge sofort reinvestiert: - Eingezahltes Kapital: 108.000 € - Endkapital (vor Steuern): ~340.000 € - Gewinn: ~232.000 €

Ausschüttend — Dividenden sofort manuell reinvestiert: - Gleiche Rendite angenommen - Aber: Auf jede Ausschüttung fällt sofort Abgeltungsteuer an (~26,375 % inkl. Soli) - Das reinvestierte Kapital ist dadurch etwas geringer - Endkapital (vor Steuern): ~330.000 €

Ausschüttend — Dividenden NICHT reinvestiert: - Dividenden liegen auf Verrechnungskonto - Kein Zinseszins auf diese Beträge - Endkapital: ~300.000 €

Fazit: Der Unterschied zwischen thesaurierend und ausschüttend mit konsequentem Reinvestieren ist vergleichsweise klein. Der Unterschied zu "Dividenden nicht reinvestieren" ist riesig — gut 40.000 € bei diesem Szenario.

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Die Steuerfrage: Vorabpauschale macht vieles gleicher

Früher war der steuerliche Vorteil thesaurierender ETFs massiv. Du musstest keine Steuern zahlen, solange du nicht verkaufst — und hast so jahrzehntelang von Steuerstundung profitiert.

Seit 2018 gilt die Vorabpauschale (in Deutschland). Und die hat diesen Vorteil deutlich reduziert.

Was ist die Vorabpauschale?

Der Staat besteuert thesaurierende ETFs jetzt auch jährlich — auch wenn du nichts verkaufst. Die Vorabpauschale ist eine Art Mindestbesteuerung auf Papiergewinne. Sie wird am 2. Werktag des Folgejahres von deinem Verrechnungskonto abgebucht.

2026 beträgt der Basiszins 3,20 % (festgestellt). Die Berechnung im Detail:

Vorabpauschale = ETF-Wert × Basiszins × 0,7
Steuerpflichtige Vorabpauschale = Vorabpauschale × 0,7 (Teilfreistellung für Aktien-ETFs)
Steuern = Steuerpflichtige VP × 26,375 %

Beispiel bei 20.000 € Depot: - Vorabpauschale = 20.000 × 0,0320 × 0,7 = 448,00 € - Steuerpflichtig = 448,00 × 0,7 = 313,60 € - Steuern = 313,60 × 0,26375 = ~82,71 €

Für ein 20.000 € Depot zahlst du also rund 65 € Steuern pro Jahr — auch ohne zu verkaufen. Das ist handhabbar, reduziert aber den Steuerstundungsvorteil.

Ausschüttende ETFs: Sofortige Besteuerung

Bei ausschüttenden ETFs zahlst du auf jede Ausschüttung sofort 26,375 % Abgeltungsteuer (nach Teilfreistellung von 30 %). Bei einer Ausschüttungsrendite von 1,8 % auf 20.000 € wären das:

  • Ausschüttung: 20.000 × 0,018 = 360 €
  • Steuerpflichtig (nach Teilfreistellung): 360 × 0,7 = 252 €
  • Steuern: 252 × 0,26375 = ~66,50 €

Bei einem Basiszins von 3,20 % zahlt der thesaurierende ETF 2026 sogar etwas mehr als der ausschüttende (82,71 € vs. 66,50 €). Der klassische Steuerstundungsvorteil thesaurierender ETFs ist damit in Jahren mit hohem Basiszins faktisch aufgehoben — langfristig bleibt aber der Zinseszinseffekt durch automatisches Reinvestieren der Vorteil.

Der Freistellungsauftrag: Das wichtigste Instrument

Ob thesaurierend oder ausschüttend — nutze zuerst deinen Freistellungsauftrag:

  • Singles: 1.000 € Kapitalerträge pro Jahr steuerfrei
  • Ehepaare / eingetragene Lebenspartner: 2.000 € pro Jahr steuerfrei

Die Vorabpauschale und Ausschüttungen werden zuerst gegen den Freistellungsauftrag verrechnet. Solange dein Depot unter einer bestimmten Größe bleibt, zahlst du gar keine Steuern.

Wann wird der Freistellungsauftrag ausgeschöpft? Bei einem Basiszins von 3,20 % und Depotgröße X gilt: steuerpflichtige Vorabpauschale = X × 0,032 × 0,7 × 0,7. Den Freistellungsauftrag von 1.000 € (Kapitalerträge) schöpfst du bei ca. 63.800 € Depotgröße aus.

Für die meisten Sparer in den ersten 10–15 Jahren des Sparplans: keine Steuer.


Thesaurierend vs. ausschüttend: Die konkreten ETF-Varianten

Viele beliebte ETFs gibt es in beiden Versionen. Hier eine Übersicht:

ETF Thesaurierend Ausschüttend TER
MSCI World (iShares Core) IWDA (IE00B4L5Y983) IWRD (IE00B0M62Q58) 0,20 %
FTSE All-World (Vanguard) VWCE (IE00BK5BQT80) VWRL (IE00B3RBWM25) 0,22 %
S&P 500 (iShares Core) SXR8 (IE00B5BMR087) IUSA (IE0032523478) 0,07 %
MSCI ACWI (iShares) IUSQ (IE00B6R52259) IS3N (IE00B52SF786) 0,20 %
MSCI EM (iShares Core) IS3N (IE00BKM4GZ66) EIMI (IE00BKM4GZ66) 0,18 %

VWCE vs. VWRL ist der häufigste Vergleich. Beide bilden den FTSE All-World (über 3.700 Aktien aus 49 Ländern) ab. Der einzige Unterschied: VWCE thesauriert, VWRL schüttet aus (ca. 2× jährlich, aktuell ~1,8 % Rendite). Die TER ist identisch bei 0,22 %.

Für einen Sparplan über 20–30 Jahre: VWCE gewinnt leicht durch weniger Steuerlast auf Ausschüttungen und automatisches Reinvestieren.


Wann ausschüttende ETFs die bessere Wahl sind

Es gibt echte Situationen, wo ausschüttende ETFs die klügere Entscheidung sind:

1. Du bist in der Entnahmephase oder kurz davor

Wenn du dein Depot bereits als Einkommensquelle nutzt — etwa im Ruhestand oder bei früher Rente — sind regelmäßige Ausschüttungen praktisch. Du musst nicht selbst Anteile verkaufen, um an Geld zu kommen. Die Dividenden kommen automatisch. Das vereinfacht die Planung erheblich.

2. Du willst den Freistellungsauftrag ausnutzen

Manche Anleger kombinieren strategisch: Ein thesaurierender ETF als Hauptposition, ein ausschüttender ETF als kleinere Beimischung. Die Ausschüttungen des kleineren ETFs füllen den Freistellungsauftrag auf — bis zu 1.000 € steuerfrei. Wer das geschickt macht, maximiert die steuerfreien Erträge.

3. Du brauchst psychologische Bestätigung

Klingt trivial, ist es nicht. Viele Anleger fühlen sich wohler, wenn sie regelmäßig Geld auf dem Konto sehen. Das motiviert, beim Sparplan zu bleiben. Wer ohne Ausschüttungen frustriert aufhört, hat am Ende weniger als jemand mit ausschüttenden ETFs der konsequent 30 Jahre dabei bleibt. Psychologie schlägt Mathematik, wenn Mathematik bedeutet: aufgeben.

4. Du investierst in Österreich oder der Schweiz

In Österreich sind ausschüttungsgleiche Erträge thesaurierender Fonds steuerpflichtig und müssen selbst deklariert werden — das ist aufwendiger. Für österreichische Anleger sind ausschüttende ETFs oft steuerlich einfacher zu handhaben.

Hinweis: Dieser Artikel bezieht sich auf die deutsche Steuergesetzgebung (Abgeltungsteuer, Vorabpauschale). Wenn du in Österreich, der Schweiz oder einem anderen Land investierst, gelten abweichende Regeln.

5. Du willst Dividenden bewusst konsumieren

Manche Anleger — besonders in der FIRE-Community — bauen gezielt Dividenden-ETFs auf, um im Ruhestand von den Ausschüttungen zu leben. Das ist eine valide Strategie, wenn sie bewusst gewählt wird.


Der 30-Jahres-Vergleich: Was bleibt wirklich übrig?

Lass uns die Zahlen ehrlich durchrechnen. Annahmen: - Sparrate: 200 € / Monat - Laufzeit: 30 Jahre - Brutto-Gesamtrendite: 7 % p.a. - Davon Dividenden: 1,8 % - Steuersatz: 26,375 % nach Teilfreistellung - Freistellungsauftrag: 1.000 € (wird ab Jahr 12 ca. ausgeschöpft)

Szenario A: Thesaurierend - Endkapital brutto: ~227.000 € - Steuern auf Vorabpauschale (über 30 Jahre): ~3.200 € gesamt - Steuern bei Verkauf auf Gesamtgewinn (minus bereits gezahlter VP): ~29.000 € - Netto-Endkapital: ~195.000 €

Szenario B: Ausschüttend (sofort reinvestiert) - Endkapital brutto: ~220.000 € (leicht weniger durch sofortige Besteuerung der Ausschüttungen) - Steuern auf Ausschüttungen (über 30 Jahre, ab Jahr 12): ~4.100 € gesamt - Steuern bei Verkauf: ~27.000 € - Netto-Endkapital: ~189.000 €

Szenario C: Ausschüttend (Dividenden nicht reinvestiert) - Endkapital brutto im ETF: ~185.000 € - Dividenden auf Konto (nicht verzinst): ~28.000 € - Steuern insgesamt: ~8.000 € - Netto-Endkapital: ~205.000 € (aber: 28.000 € davon unverzinst auf Tagesgeldkonto — Opportunitätskosten nicht einberechnet)

Realität Szenario C: Viele geben die Dividenden zwischendurch aus. Dann ist der Nettowert deutlich niedriger.

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Praktische Tipps für die Umsetzung

Automatische Reinvestition beim Broker einstellen

Viele Broker — darunter Scalable Capital, Trade Republic und DKB — erlauben es, Ausschüttungen automatisch in denselben ETF reinvestieren zu lassen. Falls du dich für einen ausschüttenden ETF entscheidest: Aktiviere diese Funktion sofort. Dann läuft der Zinseszins automatisch, ohne dass du bei jeder Ausschüttung manuell handeln musst.

Bei Trade Republic etwa kannst du unter "Sparplan → Einstellungen → Ausschüttungen" festlegen, ob Dividenden reinvestiert werden. Bei Scalable Capital findet sich die Option im "Prime ETF"-Bereich. Schau in die Einstellungen deines Brokers.

Den richtigen ETF im Sparplan-Finder prüfen

Nicht jeder Broker bietet alle ETF-Varianten im Sparplan an. Zum Beispiel ist VWCE bei einigen Brokern nicht im Sparplan verfügbar — nur VWRL. In dem Fall: VWRL wählen und automatisch reinvestieren lassen, statt zu einem anderen ETF zu wechseln.

Wichtiger als thesaurierend vs. ausschüttend: Dass der ETF eine geringe TER hat, breit diversifiziert ist und von einem soliden Anbieter kommt (iShares, Vanguard, Amundi). Die TER-Unterschiede zwischen ähnlichen ETFs wiegen schwerer als die Thesaurierungs-Frage.

Tracking-Differenz beachten — nicht nur TER

Die TER (Total Expense Ratio) ist nicht die ganze Geschichte. Die Tracking-Differenz zeigt, wie gut der ETF tatsächlich seinen Index abbildet — und manchmal schlagen ETFs ihren Index sogar (wegen Wertpapierleihe-Einnahmen). Thesaurierende ETFs haben hier oft leichte Vorteile, da sie Dividenden intern reinvestieren und so Transaktionskosten sparen.


Die wichtigsten Missverständnisse über Ausschüttungen

Mythos 1: "Ausschüttungen sind extra Gewinn"

Falsch. Am Ex-Dividendentag fällt der Kurs des ETF exakt um den Ausschüttungsbetrag. Du hast nach der Ausschüttung nicht mehr Geld als vorher — nur an einem anderen Ort (Konto statt ETF-Wert).

Mythos 2: "Thesaurierende ETFs zahlen keine Steuern"

Falsch seit 2018. Die Vorabpauschale sorgt für jährliche Besteuerung auch bei thesaurierenden ETFs.

Mythos 3: "Ausschüttende ETFs sind sicherer"

Falsch. Beide Varianten unterliegen denselben Marktrisiken. Die Ausschüttung gibt dir keine Sicherheit — der ETF-Kurs kann trotzdem fallen.

Mythos 4: "Der Unterschied ist riesig"

Übertrieben. Der Unterschied zwischen thesaurierend und ausschüttend (mit Reinvestition) beläuft sich nach 30 Jahren auf ein paar Tausend Euro — nicht Zehntausende. Wichtiger ist die Sparrate, die Laufzeit und die ETF-Wahl (Kosten, Abdeckung).


Checkliste: Was passt zu dir?

Wähle thesaurierend, wenn... - ✅ Du einen Sparplan aufbaust und 10+ Jahre dabei bleibst - ✅ Du nicht an Dividenden-Cashflow interessiert bist - ✅ Du Automatismus bevorzugst (kein manuelles Reinvestieren) - ✅ Du in Deutschland investierst und die Vorabpauschale kennst

Wähle ausschüttend, wenn... - ✅ Du passives Einkommen aus dem Depot willst (Ruhestand, FIRE) - ✅ Du deinen Freistellungsauftrag gezielt ausnutzen möchtest - ✅ Ausschüttungen dich motivieren, dabei zu bleiben - ✅ Du in Österreich investierst und die Steuererklärung einfach halten willst


Häufige Fragen

Kann ich von thesaurierend zu ausschüttend wechseln?

Technisch ja — du verkaufst den thesaurierenden ETF und kaufst den ausschüttenden. Aber: Beim Verkauf fällt Abgeltungsteuer auf realisierte Gewinne an. Überlege gut, ob der Wechsel das wirklich wert ist. Oft ist es einfacher, den alten ETF beizubehalten und neue Sparpläne auf den gewünschten ETF zu setzen.

Was ist bei einem Sparplan einfacher zu verwalten?

Thesaurierend. Kein manuelles Reinvestieren, keine Entscheidungen bei Ausschüttungen. Einmal einrichten, regelmäßig besparen, fertig.

Soll ich beide ETFs kombinieren?

Kann Sinn ergeben, wenn du damit deinen Freistellungsauftrag optimierst. Für Einsteiger: einfach einen wählen und loslegen. Optimierung kommt später.

Was passiert mit Ausschüttungen, wenn ich nichts unternehme?

Sie liegen auf deinem Verrechnungskonto beim Broker — zu 0 % Zinsen (oder sehr niedrig). Viele Broker bieten automatische Reinvestitionsfunktionen an. Prüfe, ob dein Broker das kann, bevor du ausschüttend investierst.

Macht der Unterschied bei 50 € Sparrate Sinn?

Bei kleinen Sparraten und kurzer Laufzeit: minimal. Bei 50 € / Monat über 10 Jahre ist der Unterschied vielleicht ein paar Hundert Euro. Bei 200 € / Monat über 30 Jahre sind es einige Tausend. Je mehr und je länger, desto relevanter.


Fazit: Thesaurierend für Sparpläne — mit offenen Augen

Für die meisten Sparer in der Aufbauphase ist ein thesaurierender ETF die effizientere Wahl:

  • Automatisches Reinvestieren ohne Aufwand
  • Leichter Steuervorteil (Vorabpauschale meist günstiger als sofortige Ausschüttungsbesteuerung)
  • Maximaler Zinseszinseffekt
  • Weniger administrative Arbeit

Aber: Es ist keine dramatische Entscheidung. Wer ausschüttend investiert und die Dividenden konsequent reinvestiert, liegt kaum schlechter — und hat vielleicht mehr Spaß dabei.

Die wichtigste Erkenntnis: Nicht die Wahl zwischen thesaurierend und ausschüttend entscheidet über deinen finanziellen Erfolg. Was wirklich zählt: anfangen, regelmäßig besparen, dabei bleiben — und nicht nach dem ersten Crash aufhören.

Dazu noch: einen Freistellungsauftrag einrichten. Das ist der echte Hebel für die ersten Jahre.

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Weiterführende Artikel: - Was ist der Cost-Average-Effekt — und warum er überschätzt wird - Freistellungsauftrag einrichten: Schritt-für-Schritt - MSCI World vs. FTSE All-World: Welcher ETF ist besser?


Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Alle Berechnungen sind Näherungswerte auf Basis historischer Daten und vereinfachter Annahmen. Vergangene Renditen sind kein Indikator für zukünftige Ergebnisse. Steuerliche Regelungen können sich ändern.

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