Wie viel Geld brauchst du zum Starten? ETF Sparplan ab 25 €
ETF Sparplan ab 25 € starten: Was du mit kleinen Beträgen nach 10, 20 und 30 Jahren erreichst — mit echten Zahlen, Rechenbeispielen und Broker-Vergleich.

Wie viel Geld brauchst du zum Starten? ETF Sparplan ab 25 €
Du willst endlich anfangen, aber weißt nicht, ob dein Budget reicht? Die gute Nachricht: Du brauchst deutlich weniger, als du denkst. Viele Menschen schieben den ETF-Einstieg auf, weil sie glauben, sie müssten erst „genug" Geld haben. Das ist ein teurer Irrtum — denn Zeit ist beim Investieren dein wichtigster Hebel, und der läuft jede Sekunde weiter.
In diesem Artikel zeige ich dir konkret, ab welchem Betrag ein ETF-Sparplan sinnvoll ist, was du mit 25 €, 100 € oder 300 € pro Monat nach 20 Jahren erreichst — und warum der Startbetrag deutlich weniger wichtig ist als der Startzeitpunkt. Mit echten Zahlen, ohne Bankberater-Floskeln.
Die kurze Antwort: 25 € reichen zum Anfangen
Die meisten Broker in Deutschland bieten ETF-Sparpläne ab 25 € pro Monat an. Einige sogar ab 1 €. Das ist kein Marketing-Gimmick — das ist echter Kapitalaufbau, der sich langfristig summiert.
Wer 25 € monatlich in einen breit gestreuten Welt-ETF investiert, bekommt: - Diversifikation über tausende Unternehmen — ein einziger ETF auf den MSCI World enthält über 1.500 Aktien aus 23 Industrieländern - Automatisches Rebalancing durch den Index - Zugang zu professionellem Fondsmanagement ohne Fondsmanager-Kosten - Den vollen Zinseszinseffekt über Jahrzehnte - Keine Mindestlaufzeit — du kannst jederzeit pausieren oder aufhören
Der Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Sparplan liegt nicht im Startbetrag. Er liegt darin, ob du überhaupt anfängst.
Was du mit verschiedenen Sparraten erreichst
Nehmen wir eine realistische Annahme: 7 % durchschnittliche Jahresrendite. Der MSCI World hat historisch etwa 9–11 % nominal pro Jahr gebracht; nach Inflation und Steuern rechne ich mit 7 % als konservative Mitte, die nicht zu optimistisch und nicht zu pessimistisch ist.
Szenario 1: 25 € pro Monat
| Laufzeit | Eingezahlt | Endwert | Gewinn |
|---|---|---|---|
| 10 Jahre | 3.000 € | 4.306 € | +1.306 € |
| 20 Jahre | 6.000 € | 13.052 € | +7.052 € |
| 30 Jahre | 9.000 € | 30.389 € | +21.389 € |
Nach 30 Jahren hast du aus 9.000 € über 30.000 € gemacht — ohne einen einzigen Euro extra einzuzahlen. Das ist der Zinseszinseffekt in Aktion. Die ersten 10 Jahre bringen 1.300 € Gewinn. Die letzten 10 Jahre bringen über 17.000 € Gewinn. So funktioniert exponentielles Wachstum: langsam am Anfang, explosiv am Ende.
Szenario 2: 100 € pro Monat
| Laufzeit | Eingezahlt | Endwert | Gewinn |
|---|---|---|---|
| 10 Jahre | 12.000 € | 17.224 € | +5.224 € |
| 20 Jahre | 24.000 € | 52.208 € | +28.208 € |
| 30 Jahre | 36.000 € | 121.556 € | +85.556 € |
Mit 100 € monatlich und 30 Jahren Laufzeit überschreitest du die 100.000 €-Marke — und hast nur 36.000 € selbst eingezahlt. Dein Geld hat also mehr als dreimal so viel gearbeitet wie du.
Szenario 3: 300 € pro Monat
| Laufzeit | Eingezahlt | Endwert | Gewinn |
|---|---|---|---|
| 10 Jahre | 36.000 € | 51.671 € | +15.671 € |
| 20 Jahre | 72.000 € | 156.625 € | +84.625 € |
| 30 Jahre | 108.000 € | 364.668 € | +256.668 € |
Mit 300 € monatlich und etwas Geduld bist du nach 30 Jahren gut aufgestellt für die Rente — und hast dabei „nur" 108.000 € selbst investiert. Der Rest kommt vom Markt.
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Warum der Startzeitpunkt wichtiger ist als der Betrag
Das ist der Punkt, den die meisten Menschen unterschätzen. Lass mich es dir mit einem konkreten Vergleich zeigen.
Anna startet mit 25 € monatlich, wenn sie 22 ist. Mit 52 hört sie auf — nach 30 Jahren. Eingezahlt: 9.000 €. Endwert bei 7 %: ca. 30.389 €.
Ben wartet, bis er 32 ist, dann startet er mit 100 € monatlich. Mit 52 hört er auch auf — nach 20 Jahren. Eingezahlt: 24.000 €. Endwert bei 7 %: ca. 52.208 €.
Ben hat am Ende mehr — aber er hat auch 2,7-mal so viel eingezahlt. Pro eingesetztem Euro: - Anna: 3,38 € Endwert - Ben: 2,18 € Endwert
Anna hat jeden Euro effizienter eingesetzt, obwohl ihre Rate um 75 % niedriger war.
Und wenn Anna einfach weiter macht bis 62 (40 Jahre statt 30): Endwert bei 25 € monatlich und 7 % über 40 Jahre → ca. 65.000 €. Mit weniger als einem Viertel von Bens monatlicher Rate.
Die Faustregel: Jedes Jahr, das du wartest, kostet dich grob 7 % deines potenziellen Endvermögens. Ein Jahr Warten bei einem geplanten 30-Jahres-Sparplan von 100 € monatlich kostet dich am Ende knapp 9.000 € Endvermögen.
Was passiert, wenn du zwischendurch aufstockst?
Das Schöne am ETF-Sparplan: Du kannst die Rate jederzeit anpassen — kostenlos und ohne bürokratischen Aufwand. Viele starten mit 25 € oder 50 €, weil das Budget knapp ist — und stocken auf, wenn das Gehalt steigt oder Fixkosten wegfallen (Miete, Auto, Kredit).
Rechenbeispiel: Dynamischer Sparplan
Du startest mit 50 € monatlich für die ersten 5 Jahre, dann erhöhst du auf 200 € für weitere 20 Jahre.
- Phase 1 (50 €/Monat, 5 Jahre): Endwert nach Phase 1 ca. 3.527 € angesammelt
- Phase 2 (200 €/Monat, 20 Jahre, Startkapital 3.527 €): Endwert ca. 116.000 € (gerundet)
Insgesamt eingezahlt: 3.000 € + 48.000 € = 51.000 €. Endwert: ~116.000 €. Das ist mehr als das Doppelte deiner Einzahlungen.
Verglichen mit jemandem, der die ganze Zeit nichts macht und dann mit 42 einmalig 116.000 € einzahlt — der hat dasselbe Ergebnis, aber brauchte viermal so viel Eigenkapital auf einmal.
Die Flexibilität ist einer der größten Vorteile des Sparplans gegenüber starren Produkten wie Rentenversicherungen oder Bausparverträgen.
Mindestbeträge bei den wichtigsten deutschen Brokern
Wo kannst du tatsächlich ab 25 € oder weniger starten, und was kostet dich das?
Neobroker (günstigste Option)
Trade Republic - Mindestrate: 1 € - Sparplan-Gebühr: kostenlos (kein Spread-Aufschlag, echter Börsenkurs) - ETF-Auswahl: über 2.000 Sparpläne - Besonderheit: 3,25 % Tagesgeldzins auf uninvestiertes Guthaben (Stand Feb 2026)
Scalable Capital - Mindestrate: 1 € - Sparplan-Gebühr: kostenlos im Free Broker (bei vielen ETFs) - Premium-Abo für unbegrenzte Orders: 4,99 €/Monat (nicht nötig für Sparpläne) - ETF-Auswahl: über 2.500 Sparpläne
Justtrade - Mindestrate: 25 € - Sparplan-Gebühr: 0 € (keine Transaktionskosten) - ETF-Auswahl: solide Basis
Direktbanken
ING - Mindestrate: 1 € - Sparplan-Gebühr: 0 € bei vielen Aktions-ETFs, sonst 1,75 % - Gut für: Leute, die Bankkonto + Depot kombinieren wollen
DKB - Mindestrate: 25 € - Sparplan-Gebühr: 1,50 € pro Ausführung bei kostenpflichtigen ETFs, viele kostenlos - Wichtig: 1,50 € Gebühr bei 25 € Sparrate = 6 % Kosten — achte auf kostenfreie ETFs
Comdirect - Mindestrate: 25 € - Sparplan-Gebühr: 0 € bei Aktions-ETFs, sonst 1,5 % (min. 1,50 €)
Was du vermeiden solltest: Filialbanken
Volksbanken, Sparkassen und Hypovereinsbank bieten häufig aktiv gemanagte Fonds mit Ausgabeaufschlägen von 3–5 % an — zusätzlich zu laufenden Kosten von 1,5–2 % pro Jahr. Das klingt nach wenig, frisst aber über 30 Jahre Jahrzehnte an Rendite. Bei 100 € monatlich und 30 Jahren macht der Unterschied von 1 % laufenden Kosten am Ende über 40.000 € aus.
Wichtige Faustformel: Sparplan-Gebühren sollten unter 0,5 % der Sparrate liegen. Bei 1,50 € fester Gebühr brauchst du mindestens 300 € Sparrate. Bei gebührenfreien Brokern sind auch 25 € sinnvoll.
Die häufigsten Einwände — und was wirklich dahinter steckt
„Ich warte, bis ich mehr Geld habe"
Das klingt vernünftig, ist aber ein Denkfehler. Wer auf „mehr Geld" wartet, wartet meistens zu lange. Das Gehalt steigt, aber gleichzeitig steigen Ansprüche, Miete und Ausgaben. Das Geld ist immer knapp. Der ideale Zeitpunkt ist immer jetzt — mit dem Betrag, den du heute entbehren kannst.
Außerdem: Du übst beim Investieren auch eine mentale Fähigkeit — Geduld und die Toleranz für Kursschwankungen. Je früher du anfängst, desto souveräner gehst du später mit einem größeren Depot um.
„25 € lohnen sich doch nicht"
Doch. Nach 30 Jahren bei 7 % Rendite: über 30.000 € aus 9.000 € Einzahlung. Das sind 21.000 € Gewinn, den du ohne einen Cent Arbeit verdient hast. Stell dir vor, du hättest das Geld stattdessen auf einem Sparbuch gelassen — bei 0,5 % Zinsen wären es ca. 10.400 €. Unterschied: fast 20.000 €.
„Ich verstehe ETFs noch nicht gut genug"
Du musst kein Finanzexperte sein, um einen MSCI World oder FTSE All-World ETF zu besparen. Diese Indizes sind so breit diversifiziert, dass du automatisch in über 1.500 bis 3.800 Unternehmen weltweit investierst. Du musst keine Aktien analysieren, keine Bilanzen lesen, keine Timing-Entscheidungen treffen. Der Index regelt das.
Der einzige Lernaufwand: Verstehe, in was du investierst. Ein MSCI World enthält keine Schwellenländer — willst du die dabei haben, nimmst du einen MSCI ACWI oder FTSE All-World. Das ist die wichtigste Entscheidung, und die lässt sich in 30 Minuten treffen.
„Was ist, wenn die Kurse fallen?"
Sie werden fallen — das ist sicher. Und sie werden wieder steigen — das ist historisch ebenfalls sehr wahrscheinlich. Beim Sparplan profitierst du sogar von Kurseinbrüchen: Du kaufst mehr Anteile für denselben Euro. Diesen Effekt nennt man Cost-Average-Effekt. Mehr dazu im Artikel Was ist der Cost-Average-Effekt?.
Entscheidend: Wer nicht auf das Geld angewiesen ist und einfach weiterinvestiert, der schaut nach 10 Jahren zurück und sieht, dass der Einbruch von 30 % keine Delle mehr ist — sondern ein Kaufkurs, den er sich heute wünschen würde.
„Soll ich lieber Schulden abbezahlen als investieren?"
Gute Frage. Die Antwort hängt von den Zinsen ab: - Schulden über 7 % Zinsen: erst abbezahlen, dann investieren - Schulden unter 4 % Zinsen (z.B. günstige Immobilienkredite): parallel investieren kann sinnvoll sein - Konsumkredite mit 10–15 %: immer zuerst tilgen
Ein Puffer von 3 Monatsausgaben auf dem Tagesgeldkonto sollte in jedem Fall vorhanden sein, bevor du mit ETFs anfängst.
So richtest du deinen ersten ETF-Sparplan ein
Schritt 1: Puffer aufbauen
Bevor du investierst: 3 Monatsausgaben auf einem Tagesgeldkonto. Damit vermeidest du, dass du in einem schlechten Marktmoment verkaufen musst, nur weil das Auto kaputt ist.
Schritt 2: Broker auswählen
Für Einsteiger empfehle ich Trade Republic oder Scalable Capital — kostenlos, reguliert, einfach zu bedienen, mit großer ETF-Auswahl. Die Konoeröffnung dauert ca. 10 Minuten via App.
Schritt 3: ETF auswählen
Für den Anfang reicht ein einziger Welt-ETF: - iShares Core MSCI World UCITS ETF (IE00B4L5Y983) — thesaurierend, TER 0,20 % - Vanguard FTSE All-World UCITS ETF (IE00B3RBWM25) — ausschüttend, TER 0,22 % - iShares MSCI ACWI UCITS ETF (IE00B6R52259) — inklusive Schwellenländer, TER 0,20 %
Was der Unterschied zwischen thesaurierend und ausschüttend ist — und welcher für dich besser passt — erkläre ich im Artikel Thesaurierend oder ausschüttend?.
Schritt 4: Sparrate festlegen
Realistisch und nachhaltig ist wichtiger als hoch. Starte mit einem Betrag, den du in schlechten Monaten nicht bereust. Du kannst später jederzeit erhöhen.
Empfehlung für Einsteiger: 50–100 € monatlich als Start. Wenn das Budget wirklich eng ist: 25 € sind besser als 0 €.
Schritt 5: Ausführungstag wählen
Der Ausführungstag ist irrelevant für die langfristige Rendite — statistisch gibt es keinen besten Tag im Monat. Wähle einfach den Monatsersten oder einen Tag kurz nach Gehaltseingang.
Schritt 6: Freistellungsauftrag einrichten
Damit du bis 1.000 € Kapitalerträge pro Jahr (Singles, 2.000 € für Paare) steuerfrei kassierst. Das ist bares Geld — wer das vergisst, zahlt unnötig Steuer. Details im Artikel Freistellungsauftrag einrichten.
Schritt 7: Starten — und dann nicht mehr täglich schauen
Das ist wörtlich gemeint. Einmal einrichten, dann läuft der Sparplan automatisch. Nicht täglich die Kurse prüfen. Nicht bei jedem Einbruch in Panik geraten. Einmal im Jahr kurz auf den Stand schauen reicht vollkommen.
Wie viel brauchst du für das Ziel Altersvorsorge?
Das hängt davon ab, was du im Alter haben willst. Eine grobe Orientierung nach der 4%-Regel (ein Konzept, das erklärt, wie lange ein Kapitalstock bei 4 % jährlicher Entnahme reicht):
Ziel: 1.000 € netto monatlich im Ruhestand aus dem ETF-Depot
Benötigtes Endkapital: ca. 300.000 € (1.000 € × 12 Monate / 0,04)
Um 300.000 € zu erreichen bei 7 % Rendite: - 30 Jahre Laufzeit: ca. 247 € monatlich - 25 Jahre Laufzeit: ca. 380 € monatlich - 20 Jahre Laufzeit: ca. 590 € monatlich - 15 Jahre Laufzeit: ca. 1.050 € monatlich
Die Zahlen zeigen: Wer früh anfängt, braucht nur einen Bruchteil der Rate. Wer mit 40 startet und mit 67 aufhört, braucht fast viermal so viel pro Monat wie jemand, der mit 27 startet.
Wichtig: Das ETF-Depot ist keine Vollkasko-Altersvorsorge. Es ist ein Baustein neben gesetzlicher Rente, Immobilien und anderen Ersparnissen. Aber es ist einer der effizientesten Bausteine, die du selbst steuern kannst.
👉 Jetzt berechnen → — Berechne, wie viel du monatlich brauchst, um dein Kapitalziel zu erreichen. Du kannst auch mit dem Einmalbetrag starten und den Sparplan draufrechnen.
Steuer: Was du beim Sparplan wissen musst
Ein kurzer Überblick — die wichtigsten steuerlichen Aspekte:
Abgeltungssteuer
Auf Gewinne und Ausschüttungen zahlst du 25 % Abgeltungssteuer + Solidaritätszuschlag (5,5 % auf die Steuer) = effektiv 26,375 % (+ ggf. Kirchensteuer). Bei thesaurierenden ETFs fällt die Steuer erst beim Verkauf an, abzüglich der bereits gezahlten Vorabpauschale.
Vorabpauschale
Bei thesaurierenden ETFs musst du jährlich eine fiktive Steuer zahlen, auch wenn du nichts verkaufst. Die Vorabpauschale ist aber relativ gering (2026 Basiszins: 2,53 % × 70 % × ETF-Wert zu Jahresbeginn). Mehr dazu in unserem Artikel Vorabpauschale 2026.
Freistellungsauftrag
Die ersten 1.000 € Kapitalerträge pro Jahr (Singles) sind steuerfrei. Richte ihn bei deinem Broker ein — kostenlos und online.
Teilfreistellung
30 % deiner Erträge aus Aktien-ETFs sind grundsätzlich steuerfrei — dieser Vorteil wird automatisch vom Broker berücksichtigt.
FAQ: Häufige Fragen zum ETF-Sparplan-Start
Ab wie viel Euro lohnt sich ein ETF-Sparplan?
Theoretisch ab 1 €. Praktisch hängt es von den Sparplan-Gebühren ab: Wenn ein Broker 1,50 € pro Ausführung nimmt, solltest du mindestens 75–100 € investieren, damit die Kosten unter 2 % liegen. Gebührenfreie Broker (Trade Republic, Scalable Capital, ING bei Aktions-ETFs) machen schon 25 € sinnvoll.
Kann ich den Sparplan auch pausieren, wenn ich kein Geld habe?
Ja. Bei allen seriösen Brokern kannst du den Sparplan jederzeit pausieren, ändern oder kündigen — ohne Gebühren und ohne Mindestlaufzeit. Das macht den Sparplan so flexibel gegenüber Lebensversicherungen oder Riester-Verträgen.
Was ist besser: einmalig viel investieren oder monatlich per Sparplan?
Das hängt von deiner Situation ab. Wer einen größeren Betrag auf dem Konto hat, fährt statistisch besser mit einer Einmalanlage (weil der Markt langfristig steigt). Wer regelmäßig kleine Beträge hat, ist mit dem Sparplan besser bedient — und muss sich keine Gedanken über den „richtigen" Einstiegszeitpunkt machen.
Muss ich ein Tagesgeldkonto haben, bevor ich starte?
Ja — ein finanzieller Puffer von 3 Monatsausgaben auf einem Tagesgeldkonto sollte vorhanden sein, bevor du in ETFs investierst. So musst du im Notfall nicht verkaufen, wenn die Kurse gerade unten sind.
Wie lange sollte ich mindestens einzahlen?
Als Faustregel gelten mindestens 10 Jahre. In kürzeren Zeiträumen kann es passieren, dass du in einer schlechten Marktphase aussteigen musst. Je länger der Zeithorizont, desto geringer das historische Verlustrisiko — bei 15+ Jahren ist in der Vergangenheit noch niemand dauerhaft im Minus geblieben (historisch, ohne Garantie).
Kann ich auch in ausländischen Brokern wie Interactive Brokers investieren?
Ja, aber für Einsteiger empfehle ich deutsche Broker. Der Grund: Steuerberichte, Jahressteuerbescheinigungen und die korrekte Berechnung der Vorabpauschale macht der deutsche Broker automatisch. Bei ausländischen Brokern musst du das selbst in der Steuererklärung angeben — was Fehlerquellen schafft.
Fazit: Fang heute an — nicht wenn du „bereit" bist
Der größte Fehler beim ETF-Sparplan ist nicht die falsche ETF-Wahl oder der falsche Broker. Es ist das Warten. Jeder Monat, den du wartest, kostet dich Rendite. Jeder Monat, den du investierst, arbeitet für dich.
25 € sind genug, um anzufangen. 50 € sind besser. 100 € sind gut. Aber 25 € heute schlagen 100 € in drei Jahren — fast immer, weil die Zeit nicht auf dich wartet.
Richte deinen Sparplan ein, vergiss ihn und lass den Zinseszins die Arbeit machen. Das ist die ehrlichste und einfachste Strategie für langfristigen Vermögensaufbau — ohne Tricks, ohne Bankberater, ohne Geheimnisse.
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Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine individuelle Anlageberatung dar. Alle Berechnungen basieren auf historischen Renditeerwartungen und sind keine Garantie für zukünftige Ergebnisse. Vergangene Wertentwicklungen sind kein zuverlässiger Indikator für die Zukunft.
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