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ETFPortfolioStrategieAltersvorsorgeAsset AllocationLukas Berg, FinanzanalystAktualisiert: 26. April 2026

Portfolio-Allokation nach Lebensphase: 20, 40 oder 60 Jahre?

Portfolio-Allokation nach Alter: konkrete Aktien-/Anleihen-Quoten für 20er, 40er und 60er mit ETF-Empfehlungen, Rechenbeispielen und Rebalancing-Tipps.

Portfolio-Allokation nach Lebensphase: 20, 40 oder 60 Jahre?

Portfolio-Allokation nach Lebensphase: 20, 40 oder 60 Jahre?

Wie du dein Depot aufbaust, hängt nicht nur von deinem Einkommen oder deiner Risikobereitschaft ab — sondern vor allem von einem einzigen Faktor: der Zeit, die du noch vor dir hast. Ein 25-Jähriger und ein 62-Jähriger können denselben ETF-Sparplan von €300 im Monat haben und trotzdem grundlegend unterschiedliche Portfolios brauchen.

Warum? Weil Aktien kurzfristig schwanken, langfristig aber zuverlässig steigen. Wer 40 Jahre Zeit hat, kann einen Kurseinbruch von 40% gelassen aussitzen. Wer in 5 Jahren in Rente geht, nicht.

In diesem Artikel zeige ich dir, wie du deine Aktien-/Anleihen-Quote je nach Lebensphase sinnvoll wählen, konkrete ETF-Depots aufbauen und durch regelmäßiges Rebalancing auf Kurs bleiben kannst.

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Warum sich die Strategie mit dem Alter ändern muss

Stell dir zwei Anleger vor: Lena (26) und Wolfgang (61). Beide haben €50.000 im Depot. Der Markt crasht um 40% — beide verlieren €20.000 auf dem Papier.

Lena kann sich zurücklehnen: In 40 Jahren hat der MSCI World historisch jeden Einbruch nicht nur aufgeholt, sondern übertroffen. Sie kauft sogar günstiger nach.

Wolfgang hat ein anderes Problem. Er braucht das Geld möglicherweise in wenigen Jahren. Wenn er jetzt verkaufen muss, realisiert er den Verlust. Und selbst wenn er wartet: Die Zeit zur Erholung ist begrenzt.

Das ist das Kern-Prinzip hinter der lebenszyklusorientierten Allokation: Je kürzer der Anlagehorizont, desto mehr Kapitalerhalt statt Kapitalwachstum.

Die "100 minus Alter"-Regel als Orientierung

Eine alte Faustregel besagt: Aktienquote = 100 minus dein Alter. Mit 30 also 70% Aktien, mit 60 nur noch 40%.

Diese Regel ist grob, aber ein guter Einstieg. Modernere Varianten rechnen mit 110 oder sogar 120 minus Alter — weil wir heute länger leben und damit länger investiert bleiben. Wichtig: Es ist ein Orientierungsrahmen, keine Pflicht.

Entscheidend sind immer drei Faktoren: - Anlagehorizont: Wann brauchst du das Geld? - Risikotragfähigkeit: Kannst du dir einen Verlust leisten (Notgroschen vorhanden)? - Risikotoleranz: Wie gut schläfst du bei starken Kursrücksetzern?


Das 20er-Depot: Volle Aktienquote nutzen

Wenn du in deinen 20ern bist, hast du das wertvollste Gut, das es beim Investieren gibt: Zeit. Und mit Zeit kommt Zinseszins — der Effekt, der aus kleinen monatlichen Beiträgen ein Vermögen macht.

Empfohlene Allokation: 90–100% Aktien

In dieser Phase brauchst du keine Anleihen. Anleihen stabilisieren das Depot, bremsen aber gleichzeitig die Rendite. Mit einem Anlagehorizont von 40+ Jahren läuft das gegen dich.

Empfehlung für das 20er-Depot:

ETF ISIN TER Anteil
Vanguard FTSE All-World Acc (VWCE) IE00BK5BQT80 0,22% 80–100%
iShares Core MSCI EM IMI IE00B4L5YC18 0,18% 0–20%

Einfachste Variante: 100% VWCE — enthält bereits ~11% Schwellenländer und ist global diversifiziert über ~4.000 Aktien.

Etwas mehr EM: 80% VWCE + 20% iShares Core MSCI EM IMI, wenn du glaubst, dass Schwellenländer langfristig stärker wachsen.

Hinweis: VWCE (Accumulating) thesauriert Dividenden automatisch — du musst nichts tun, der Zinseszins läuft von selbst. Mehr zum Unterschied thesaurierend vs. ausschüttend.

Rechenbeispiel: €300/Monat ab 20 Jahren

Annahme: 8% p.a. (historischer Sparplan-Durchschnitt MSCI World über 30 Jahre: Ø 7,9% p.a. — ohne Garantie)

Monatliche Rendite: (1,08)^(1/12) − 1 = 0,6434%

Sparplan-Dauer Anlagebetrag (gesamt) Endkapital (historisch)
20 Jahre €72.000 ~€176.000
30 Jahre €108.000 ~€447.000
40 Jahre €144.000 ~€966.000

Das ist kein Tippfehler. €300 im Monat über 40 Jahre können bei historischen Renditen zu fast einer Million Euro wachsen — bei einem Gesamteinsatz von nur €144.000. Den Rest erledigt der Zinseszins.

Die wichtigste Lektion: Jedes Jahr früher, das du anfängst, ist wertvoller als jede Sparraten-Erhöhung später.


Das 30er-/40er-Depot: Die ausgewogene Wachstumsphase

In deinen 30ern und 40ern ändert sich deine Situation. Du hast vielleicht Familie, Hypothek, konkretere Vorstellungen vom Ruhestand. Du hast immer noch einen langen Horizont — aber er wird kürzer.

Diese Phase ist ideal für ein ausgewogenes Wachstumsportfolio: hauptsächlich Aktien, aber mit einem kleinen Stabilitätspuffer.

Empfohlene Allokation: 70–80% Aktien, 20–30% Anleihen

Empfehlung für das 40er-Depot:

ETF ISIN TER Anteil
Vanguard FTSE All-World Acc (VWCE) IE00BK5BQT80 0,22% 50%
iShares Core MSCI World IE00B4L5Y983 0,20% 20%
Anleihen-ETF (z.B. iShares Global Govt Bond) ~0,20% 30%

Oder vereinfacht: 70% VWCE + 30% Anleihen-ETF. Wie Anleihen-ETFs dein Portfolio stabilisieren, erkläre ich hier.

Warum überhaupt Anleihen in den 40ern?

Du brauchst sie nicht unbedingt für die Rendite — sondern als psychologischen Puffer. Wenn dein Depot bei einem Crash nur um 20% statt 40% einbricht, bleibst du eher dabei. Und dabei bleiben ist das Wichtigste beim Investieren.

Rechenbeispiel: Mit 40 starten

Annahme: 7% p.a. (gemischtes Portfolio, konservativere Rendite durch Anleihenanteil)

Sparplan-Dauer Anlagebetrag (gesamt) Endkapital (historisch)
20 Jahre (bis 60) €72.000 ~€152.000
25 Jahre (bis 65) €90.000 ~€243.000
27 Jahre (bis 67) €97.200 ~€284.000

Zum Vergleich: Wer mit 20 startet und bis 67 spart, kommt bei gleicher Sparrate auf das Dreifache. Das ist der Preis des späten Einstiegs — aber besser spät als nie.

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Das 50er-/60er-Depot: Kapitalerhalt steht vorne

Mit 55 oder 60 ändert sich alles. Du bist nicht mehr im Wachstumsmodus — du bist im Übergang zur Entnahmephase. Das hat konkrete Konsequenzen für deine Allokation.

Das Sequence-of-Returns-Risiko

Stell dir vor, du gehst mit 63 in Rente, dein Depot hat €400.000. Im ersten Rentenjahr crasht der Markt um 35%. Du nimmst trotzdem €15.000 zur Lebensführung raus. Jetzt hast du nur noch €245.000 — und das muss sich erholen, während du weiter entnimmst. Das ist das Sequence-of-Returns-Risiko: Schlechte Renditen zu Beginn der Entnahmephase können das Depot dauerhaft schwächen.

Deshalb ist in den 60ern Sicherheit wichtiger als Rendite.

Empfohlene Allokation: 40–50% Aktien, 50–60% defensive Anlagen

Empfehlung für das 60er-Depot:

Baustein ISIN TER Anteil
iShares Core MSCI World IE00B4L5Y983 0,20% 40%
Anleihen-ETF (kurzlaufend, EUR) ~0,10% 40%
Tagesgeld / Festgeld (Puffer) 0% 20%

Die Aktienquote komplett auf null zu setzen ist übrigens auch kein Allheilmittel. Wer mit 60 in Rente geht und 30 Jahre lebt, braucht immer noch Wachstum gegen die Inflation. Null Aktien = garantierter Kaufkraftverlust.

Die "Glidepath"-Strategie: Automatisch umschichten

Viele Target-Date-Fonds machen genau das: Über die Jahre wird die Aktienquote automatisch reduziert. Wenn du das selbst machst, nennst du es Glidepath.

Einfache Regel: Ab 50 jährlich 2% von Aktien zu Anleihen umschichten. Das ist grob und reicht als Orientierung.

Relevanter Artikel: Die 4%-Regel und ETF-Entnahmestrategien


Vergleich: Was macht ein Jahr früher wirklich aus?

Lass uns das konkreter machen. Gleiche Sparrate (€300/Monat), gleiche Rendite (7% p.a.) — nur der Startzeitpunkt variiert:

Startalter Sparjahre bis 67 Endkapital Eingezahlt
20 47 Jahre ~€1.380.000 €169.200
25 42 Jahre ~€975.000 €151.200
30 37 Jahre ~€684.000 €133.200
35 32 Jahre ~€477.000 €115.200
40 27 Jahre ~€328.000 €97.200
45 22 Jahre ~€222.000 €79.200
50 17 Jahre ~€146.000 €61.200

(Annahme: 7% p.a., monatliches Compounding, historisch — ohne Garantie)

Der Unterschied zwischen Startalter 20 und 30: über €700.000 Unterschied bei gleicher monatlicher Sparrate. Das ist der Preis von 10 verlorenen Jahren.

Rechenformel (monatliches Compounding): Endkapital = PMT × ((1+r)^n − 1) / r wobei r = (1 + Jahresrendite)^(1/12) − 1 und n = Monate


Konkrete Muster-Depots nach Lebensphase

Depot A: 20er — "100% Wachstum"

Ziel: Maximales Kapitalwachstum über 40+ Jahre

ETF ISIN TER Quote
Vanguard FTSE All-World Acc (VWCE) IE00BK5BQT80 0,22% 100%

Monatlicher Sparplan: ab €50 möglich (z.B. Trade Republic) Rebalancing: nicht nötig (nur ein ETF)


Depot B: 35–45 Jahre — "Ausgewogenes Wachstum"

Ziel: Wachstum mit etwas Puffer

ETF ISIN TER Quote
iShares Core MSCI World (thes.) IE00B4L5Y983 0,20% 55%
iShares Core MSCI EM IMI IE00B4L5YC18 0,18% 15%
Anleihen-ETF (global, hedged) ~0,15% 30%

Rebalancing: einmal jährlich oder bei ±5% Abweichung


Depot C: 55–65 Jahre — "Kapitalerhalt mit Wachstumsanteil"

Ziel: Depot gegen Inflation schützen, aber Risiko reduzieren

Baustein ISIN TER Quote
iShares Core MSCI World (thes.) IE00B4L5Y983 0,20% 40%
Vanguard FTSE All-World Dist (VWRL) IE00B3RBWM25 0,22% 10%
Anleihen-ETF (kurz, EUR) ~0,10% 30%
Tagesgeld / Festgeld (Notreserve) 0% 20%

Rebalancing: halbjährlich

Warum VWRL statt VWCE in den 60ern? Wer Dividenden als regelmäßigen Cashflow nutzen will, kann VWRL (ausschüttend) einsetzen. Das erspart Verkäufe für die Entnahme — psychologisch oft einfacher. Mehr zu VWCE vs. VWRL.


Rebalancing: Wie oft und wann?

Rebalancing bedeutet: Du bringst dein Depot zurück zur Ziel-Allokation. Wenn Aktien stark gestiegen sind, sinkt deren Anteil zu Anleihen im Verhältnis — du verkaufst etwas Aktien und kaufst Anleihen nach (oder umgekehrt).

Zwei bewährte Methoden:

1. Kalender-Rebalancing: Einmal pro Jahr, fixer Termin (z.B. Januar). Klar, einfach, kostengünstig.

2. Schwellen-Rebalancing: Du rebalancierst nur, wenn eine Position um ±5% oder ±10% von der Zielquote abweicht. Spart Transaktionskosten, erfordert aber regelmäßige Kontrolle.

Steuer-Hinweis beim Rebalancing: Wenn du Positionen mit Gewinn verkaufst, löst das Kapitalertragsteuer (26,375% inkl. Soli, bei Aktien-ETF effektiv ~18,46% nach Teilfreistellung) aus. Nutze deshalb deinen Sparerpauschbetrag von €1.000 pro Jahr zuerst aus, bevor du rebalancierst.

Alternativ: Rebalance über Neueinzahlungen — kaufe einfach die untergewichtete Position nach. Das spart Steuern und Transaktionskosten.

Rebalancing-Strategien im Detail.


Typische Fehler bei der Allokation nach Alter

1. Mit 60 zu viel in Aktien (oder zu wenig) Volle Aktienquote im Rentenalter ist riskant. Aber null Aktien bedeutet garantierter Kaufkraftverlust durch Inflation. Der Mittelweg zählt.

2. Das Depot nie anpassen Wer mit 25 anfängt und nie rebalanciert, hat mit 60 vielleicht noch 95% Aktien — obwohl 50% sinnvoller wären.

3. Zu viel Kompliziertes kaufen Fünf ETFs mit leicht unterschiedlichen Regionen-Gewichtungen bringen kaum Mehrwert. Zwei bis drei ETFs reichen für die meisten Lebensphasen.

4. Anleihen-ETF mit Tagesgeld verwechseln Anleihen-ETFs schwanken auch — bei Zinsanstiegen fallen sie im Kurs. Sie sind kein "risikofreies" Instrument, sondern deutlich stabiler als Aktien-ETFs. Für echte Liquiditätsreserven: Tagesgeld.


Dein nächster Schritt: Sparplan-Rechner nutzen

Egal in welcher Lebensphase du bist — das Wichtigste ist ein konkreter Plan. Der ETF-Sparplan-Rechner zeigt dir:

  • Wie viel Endkapital du bei deiner Sparrate erreichst
  • Den Unterschied zwischen frühem und spätem Einstieg
  • Wie TER und Steuern deine Rendite beeinflussen

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Steuerliche Aspekte je nach Lebensphase

Die Allokation hat nicht nur Renditewirkung — sie beeinflusst auch deine Steuerlast. Hier die wichtigsten steuerlichen Punkte je nach Lebensphase:

Vorabpauschale (für thesaurierende ETFs)

Wenn du einen thesaurierenden ETF wie VWCE hältst, fällt jährlich die Vorabpauschale an — eine pauschale Mindestbesteuerung auf Fondserträge, auch ohne Verkauf.

Die Formel für 2026: - Basisertrag = Fondswert Jahresbeginn × 0,70 × Basiszins (3,20 % für 2026) - Vorabpauschale = min(Basisertrag, tatsächlicher Wertzuwachs) - Steuerpflichtig = max(0, Vorabpauschale − anteiliger Sparerpauschbetrag)

Mit einem Sparerpauschbetrag von €1.000 pro Jahr (seit 2023; vorher €801) werden viele kleinere Depots vollständig abgedeckt. Wer €50.000 im VWCE hält, zahlt bei 3,20% Basiszins einen Basisertrag von €50.000 × 0,70 × 0,032 = €1.120 — knapp über dem Pauschbetrag.

Kapitalertragsteuer beim Rebalancing

Sobald du Gewinne realisierst (Verkauf), fällt Kapitalertragsteuer an: - Standard: 26,375 % (25 % KeSt + 5,5 % Soli) - Bei Aktien-ETFs (Teilfreistellung 30 %): effektiv ~18,46 %

Tipp für die 40er-Phase: Wenn du umschichtest (z.B. von 80/20 auf 70/30), nutze zuerst Neueinzahlungen statt Verkäufe. So sparst du Steuern und Transaktionskosten.

Tipp für die 60er-Phase: In der Entnahmephase kannst du Gewinne etappenweise realisieren und den jährlichen Sparerpauschbetrag (€1.000/Person, €2.000 bei Ehepaaren) optimal ausschöpfen. Mehr dazu im Artikel ETF-Steuererklärung: So machst du alles richtig.


FAQ: Portfolio-Allokation nach Alter

Muss ich wirklich Anleihen-ETFs kaufen, wenn ich unter 40 bin?

Nein. Mit einem Anlagehorizont von 25+ Jahren bringen Anleihen kaum Mehrwert — sie reduzieren die Volatilität, aber auch die Rendite erheblich. Die meisten Experten empfehlen unter 40 eine hohe bis vollständige Aktienquote. Pufferkapital lieber als Tagesgeld halten.

Ab wann sollte ich mein Depot umschichten?

Es gibt keine feste Grenze, aber viele Anleger beginnen ab 45–50 schrittweise zu reduzieren. Faustregel: Pro Jahr 1–2% von Aktien zu Anleihen verschieben. Entscheidend ist dein geplanter Renteneintritt und ob du das Depot wirklich brauchst oder vererben willst.

Ist ein Weltportfolio wie VWCE für alle Lebensphasen geeignet?

Für Anleger unter 50: Ja, VWCE allein reicht für ein solides Weltportfolio. Ab 50 empfiehlt es sich, daneben eine Stabilitätskomponente (Anleihen, Tagesgeld) aufzubauen. VWCE selbst bleibt ein guter Kern — er ist gut diversifiziert mit ~4.000 Aktien und einer TER von nur 0,22%.

Was passiert mit meinem Depot in der Rentenphase?

Du wechselst vom Aufbau zur Entnahme. Die sogenannte 4%-Regel sagt: Du kannst jährlich 4% deines Depotwertes entnehmen, ohne das Kapital statistisch zu erschöpfen — über 30 Jahre. Bei einem Depot von €500.000 wären das €20.000 pro Jahr oder ~€1.667 im Monat.

Sollte ich meinen Sparplan im Crash weiterlaufen lassen?

Ja — vor allem in der Aufbauphase. Crashs sind beim Sparplan sogar vorteilhaft: Du kaufst mehr Anteile für dein Geld (Cost-Average-Effekt). Nur in der Entnahmephase nahe dem Renteneintritt kann es sinnvoll sein, temporär weniger aus dem Depot zu entnehmen.


Fazit: Allokation ist keine einmalige Entscheidung

Dein Portfolio ist kein statisches Konstrukt — es soll sich mit dir entwickeln. Als junger Anleger setzt du auf maximales Wachstum. In der Mitte balancierst du Rendite und Stabilität. Vor und im Ruhestand steht Kapitalerhalt im Vordergrund.

Die gute Nachricht: Du musst das nicht perfekt hinbekommen. Wer früh anfängt, regelmäßig spart und das Depot alle paar Jahre anpasst, ist bereits weit vorne. Und wer heute noch nicht investiert ist, fängt am besten jetzt an.

Drei Dinge, die du heute tun kannst: 1. Berechne dein Zielkapital: Was kommt bei deiner Sparrate und deinem Anlagehorizont heraus? 2. Überlege, welcher Lebensphase du gerade angehörst und welche Allokation dazu passt — nicht zu vorsichtig zu früh, nicht zu risikoreich zu spät 3. Setze einen konkreten Sparplan auf — bei einem Neobroker wie Trade Republic oder Scalable Capital kannst du das in 15 Minuten erledigen

Denk daran: Die perfekte Allokation gibt es nicht. Aber eine gute, durchgehaltene Strategie schlägt jede perfekte Strategie, die du abbrichst. Wer bei starken Kursrücksetzern durchhält und regelmäßig rebalanciert, wird langfristig belohnt — unabhängig davon, ob seine Allokation exakt 70/30 oder 68/32 ist.

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Disclaimer: Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informations- und Bildungszwecken und stellt keine Anlageberatung, Steuerberatung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Alle Berechnungen und Beispiele sind hypothetischer Natur und basieren auf vereinfachten Annahmen. Vergangene Renditen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. Bitte konsultiere einen zugelassenen Finanz- oder Steuerberater für individuelle Entscheidungen.

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